Aktuelle Projekte im Offenen Forschungsprogramm

 

 

Die Rolle von Lehrpersonen bei der Förderung selbstregulierten Lernens in digital unterstützten Unterrichtssettings

Selbstreguliertes Lernen beschreibt die Fähigkeit, den eigenen Lernprozess aktiv zu planen, umzusetzen und zu überwachen. Dabei spielen kognitive, metakognitive sowie motivationale Komponenten eine zentrale Rolle (Boekaerts, 1999; Pintrich, 2000; Winne & Hadwin, 1998; Zimmerman & Moylan, 2009). Lehrpersonen haben die Aufgabe, durch eine adäquate Gestaltung des Unterrichts Gelegenheiten zu bieten, dass die Lernenden Fähigkeiten zum selbstregulierten Lernen entwickeln und anwenden können (Brühwiler, 2006).

Im Primarschulunterricht können digitale Tools eine Unterstützung der Förderung des selbstregulierten Lernens darstellen (Setork, 2002). Der Fokus der bisherigen Forschung (z. B. Devolder, van Braak & Tondeur, 2012; Fabriz, Dignath-van Ewijk, Poarch & Büttner, 2014) liegt hier vor allem auf Untersuchungen zur Förderung des selbstregulierten Lernens von Schülerinnen und Schülern durch spezifische digitale Tools. Allerdings gibt es wenige Studien zur Rolle von Primarschullehrpersonen bezüglich der Förderung des selbstregulierten Lernens in einem digital unterstützten Unterrichtssetting.

Im Zentrum des Forschungsprojektes steht die Frage, wie Lehrpersonen das selbstregulierte Lernen in digital unterstützten Unterrichtssettings vermitteln, fördern und begleiten können – zum einen als Vermittlerin und Coach des selbstregulierten Lernens der Schülerinnen und Schüler (direkte Förderung) und zum anderen als Gestalterin von digital unterstützten Unterrichtssettings (indirekte Förderung). In einer ersten Projektphase soll ein systematisches Literaturreview einen Überblick über die Forschungsbefunde der letzten Jahre in Bezug auf die direkte und indirekte Förderung des selbstregulierten Lernens mit digitalen Tools in der Schule geben. Dieses soll Erkenntnisse und Forschungslücken bezüglich der Förderung des selbstregulierten Lernens mit digitalen Medien liefern, welche in einer zweiten Projektphase anhand von Interviews mit Lehrpersonen untersucht werden.

(Dissertationsprojekt von Désirée Fahrni, Projektleitung: Prof. Dr. Doreen Prasse [PHSZ], Betreuung: Prof. Dr. Tina Hascher [Universität Bern], Projektfinanzierung: interne Projektförderung und OFP PHSZ)

 

Komparative Analyse der Wirkung zweier Englischlehrmittel

Wie wirken sich verschiedene Englischlehrmittel basierend auf ihren methodologischen Ansätzen auf die Sprachkompetenzen in den Bereichen Sprechen, Hören und Lesen und Schreiben von Schülerinnen und Schüler in der 5. bis 6. Primarstufe im Kanton Schwyz aus?

Seit im Jahr 2005 Englisch als Schulfach in der Primarschule eingeführt wurde, arbeitet man im Kanton Schwyz auf dieser Stufe mit den zwei aufeinanderfolgenden Lehrmitteln Super Bus (Macmillan, 2005) und Messages (Cambridge, 2005). Diese beiden Lehrmittel realisieren verschiedene didaktische Ansätze. So liegt der Fokus bei Super Bus auf einem story-based und bei Messages auf einem kommunikativen Ansatz. Ein moderner Fremdsprachenunterricht setzt heutzutage jedoch einen handlungsorientierten Ansatz in den Vordergrund, der auch den Prinzipien des Lehrplans 21 und einem kompetenzorientierten Unterricht entspricht. Nun wurde im Sommer 2019 mit dem Lehrmittel Young World (Klett, 2018) gestartet, welches mit einem handlungs- und themenorientierten Ansatz arbeitet. Durch die Transition ergibt sich somit die einmalige Chance, verschiedene didaktische Ansätze und ihre Wirkung beim Lernprozess zu dokumentieren, indem zwei Testgruppen, beginnend in der 5. Klasse bis zum Schluss der 6. Klasse, miteinander verglichen werden: Testgruppe 1 arbeitet seit August 2020 mit Messages 1 und wir dieses bis zum Ende der 6 Klasse verwenden; Testgruppe 2 wird im August 2021 mit Young World 3 und danach mit Young World 4 bis Ende der Primarschule arbeiten.  

Ziel dieses Forschungsprojekt ist es, mithilfe eines online Tools von Pearson die Auswirkungen der verschiedenen Methoden, bzw. didaktischen Ansätze in den Lehrmitteln auf die Leistungen von zwei Testgruppen von Schülerinnen und Schüler in den Kompetenzbereichen Sprechen, Hören und Lesen und Schreiben und deren Feinkompetenzen mit einer Quer- und Längsschnittstudie zu vergleichen. Für die komparative Analyse wird eine Teilstichprobe von N=840 Kinder der 5. und 6.  Klasse aus 8 Klassen verwendet sowie Fragebögen für Lernende und Lehrpersonen, die einerseits die verwendete Methodik der Lehrperson eruieren und andererseits demographische Daten über die Schüler*innen geben und Meinungen zum Englischunterricht aufzeigen sollen. 

(Projektleitung: Nadine Ehrler, Projektdauer: 09/2020 - 12/2023, Projektfinanzierung: Interne Projektförderung)

 

Räumlich zeichnen lernen. Eine prozessorientierte Studie im Bereich Bildnerisches Gestalten auf der Unterstufe

Das zeichnerische Darstellen von räumlichen Eigenschaften ist herausfordernd, weil dabei drei auf zwei Dimensionen reduziert werden müssen. Das Herstellen einer wohlgeformten Lösung erfordert sowohl geistiges Abstraktionsvermögen (räumliches Denken), Wissen über Normen der räumlichen Darstellung, als auch ästhetisches Urteil. Uns interessiert, wie 7- bis 8-jährige Kinder diese Herausforderung bearbeiten und wie ihre Problemlösestrategien zu beschreiben und zu verstehen sind. Wir untersuchen die Frage, wie einzeln Kinder, von einer Lehrperson begleitet, einen quaderförmigen Raumkörper abzeichnen und dabei räumliche Eigenschaften in der flächigen Darstellung zu integrieren lernen. Anhand von grafisch aufbereiteten Videoaufnahmen analysieren wir diese Vorgänge und beschreiben Konstellationen von Teilhandlungen des Zeichnungsprozesses, wie Blickbewegungen, zeichnerische Handlungen, Gesten und Gespräch in ihrem zeitlichen Verlauf. Damit rekonstruieren wir auf der Seite der Kinder Schwierigkeiten, Problemlösestrategien und emotionale Zustände (zum Beispiel Aha-Erlebnisse), auf der Seite der Lehrperson das Herstellen von Verständigung zum Beispiel durch Zeigen oder Vormachen und daraus hervorgehend Muster von Interaktionen zwischen Lehrperson und Kind.

(Dissertationsprojekt von Lea Weniger, Betreuung: Prof. Dr. Dr. h.c. Stefanie Stadler Elmer [PHSZ & UZH], Finanzierung: Qualifikationsstelle Fachdidaktik im Rahmen des TP2 swissuniversities und OFP PHSZ)

 

Albanisch im Kontakt – Horizontaler Transfer und Identitätsstiftung in der Mehrsprachigkeitspraxis

Sprachenvielfalt und Mehrsprachigkeit sind zentrale Merkmale der Sprachlandschaft in der Schweiz und betreffen auch Migrantensprachen. Dieses internationale Projekt widmet sich der gesellschaftlichen Bedeutung der Mehrsprachigkeit und hat zum Ziel, am Beispiel der albanischen Sprachgruppe in CH und D zu erfassen, wie Sprechende aus drei Generationen ihre sprachliche Biographie im Alltag interpretieren, praktizieren und daraus Gruppenzugehörigkeiten ableiten. Dabei soll Aufschluss über die Rolle der Sprachen für Identität, Integration und gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe gewonnen werden. Es wird ein umfassendes Bild der sprachlichen Praxis der albanischen Gruppe über die Zeit und in verschiedenen Kontaktsituationen erarbeitet, indem Ansätze und Methoden der Herkunftssprachlinguistik und -didaktik mit solchen der Kontakt-, Sozio- und Variationslinguistik kombiniert werden. Die Verbindung struktur- und soziolinguistischer Ansätze, die eine umfassende Analyse der linguistischen, soziokulturellen und gesellschaftspolitischen Relevanz herkunftssprachlicher Aspekte ermöglicht, verspricht einen wichtigen wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn sowie die Erarbeitung fachdidaktischer Materialien für Lehre und Praxis. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen zugleich als Ausgangspunkt für das Implementieren von konkreten Kontaktsituationen in Modelle von Sprachwandel, um damit Aufschluss auch über historische Wandelprozesse zu erlangen.

(Kooperationspartner / Projektverantwortliche: Prof. Dr. Barbara Sonnenhauser, Prof. Dr. Paul Widmer [Universität Zürich], Prof. Dr. Claudia Riehl [Ludwig-Maximilians-Universität München], Prof. Dr. Dr. Naxhi Selimi [PH Schwyz]. Finanzierung: Schweizerischer Nationalfonds SNF_100015L_182126 und OFP PHSZ. Laufzeit: April 2019 bis April 2022).

 

«Schuldetektive» ¬ Kinder erkunden die lokale Baukultur – Ein Pilotprojekt zur Raumerkundung für 5 bis 15-jährige

Wie kann das Wissen über Baukultur bei Kindern und Jugendlichen über aufmerksame Beobachtungen und gestalterische Performances gefördert werden? Dieses Projekt untersucht, wie die intrinsisch vorhandene Neugier der Schülerinnen und Schüler an der gebauten Umwelt, über die Vermittlung motivierender Beobachtungsstrategien aufgegriffen und für kreative Prozesse genützt werden kann. Im Zentrum steht somit die Frage, wie kreative Impulse ausgelöst und in selbsttätige bildnerische Prozesse überführt werden, die über eine inhaltliche Auseinandersetzung zur baukulturellen Bildung beitragen. Ausgangspunkt für die «Spurensuche» ist ein von den Kindern erstelltes Mapping mit Kickoff Bildern zu ausgewählten Standorten ihrer Lebensumwelt. Das Projektteam kreiert, implementiert und evaluiert analoge und digitale Methoden für die Auseinandersetzung mit der örtlichen Umgebung und leitet die Projekttage in partizipativer Zusammenarbeit mit den Lehrpersonen. Die Erkundungsspaziergänge der Schülerinnen und Schüler offenbaren Skizzen und Fragmente, die den Entstehungsprozess von nachfolgenden Bildwelten in die Wege leiten und befördern. Die Visualisierungen funktionieren als kommunikatives Medium für gemeinsam erarbeitete weiterführende Projektideen. Insgesamt sind die Ergebnisse der Experimente Grundlage für die Entwicklung eines kompetenzorientierten Unterrichtsdossiers zur Vermittlung von Baukultur für die Fachbereiche des Gestaltens. Das Projekt erfolgt in einer Kooperation der PH Schwyz mit der Bildschule K’werk Zug (Barbara Windholz).

(Projektleitung: Dr. Noëlle von Wyl [PHSZ], Finanzierung: Bundesamt für Kultur (BAK) und OFP PHSZ)

 

Abgeschlossene Projekte

Lehrmittel Italienisch Erstunterricht 5./6. Klasse für den Kanton Uri

Angeregt durch die Kulturbotschaft 2016-2020, didaktisches Material in italienischer Sprache zu entwickeln und damit sowohl diese Landessprache also auch die Kultur der italienischsprachigen Landesteile zu grösserer Verbreiterung in der Schweiz zu verhelfen, wird spezifisch für den Kanton Uri ein Lehrmittel für den Italienischunterricht in der 5. und 6. Klasse entwickelt. Es handelt sich dabei um ein Joint Venture zwischen der Pädagogischen Hochschule Schwyz, der Pädagogischen Hochschule (DFA) der Scuola universitaria professionale della Svizzera italiana (SUPSI) im Kanton Tessin und  der Bildungsdirektion des Kantons Uri (Amt für Volksschulen). Auslöser für dieses interkantonale Projekt war die Tatsache, dass das aktuell verwendete Lehrmittel weder den Normen (LP-21-Kompatibiität, d.h. Kompetenzorientierung) noch den Bedürfnissen (regionale Bedeutung, Lebensweltbezug und Altersangemessenheit) der Zielgruppe entspricht. Der besonderen Situation im Kanton Uri mit Italienisch als Wahlpflichtfach beginnend in der 5. Klasse wird nun mit der Entwicklung eines kompetenzorientierten, plurilingual und interkulturell ausgerichteten Lehrmittels begegnet. Durch einen nennenswerten Einbezug digitaler Medien und eine ansprechende, zeitgemässe Gestaltung steht zudem ein Beitrag zur Popularitätssteigerung der Landessprache Italienisch in der deutschsprachigen Schweiz im Fokus.

Das interkantonale Projekt bezieht explizit Italienischlehrpersonen aus dem Kanton Uri und aus dem Tessin (Italienisch als Zweitsprache) in die konkrete Lehrmittelentwicklung ein. Durch die Zusammenarbeit zwischen Lehrpersonen aus beiden Sprachregionen wird zusätzlich der kulturelle Austausch zwischen den Lehrpersonen gefördert. Dies mit dem Ziel Beziehungen aufzubauen, die in der Zukunft den Austausch zwischen den Schülern und Schülerinnen dieser Sprachregionen ermöglichen, wie von der EDK intendiert. (Projektleitung: Annett Uhlemann, Projektdauer: 03/2018 - 08/2020, Projektfinanzierung: Bundesamt für Kultur, Bildungsdirektion Kanton Uri, Interne Projektförderung)

Konzepte der Digitalisierung an den Maturitätsschulen im Kanton Schwyz

Damit Heranwachsende in einem von künstlicher Intelligenz geprägten Umfeld und gänzlich veränderten Arbeitsmarkt bestehen können, müssen sie auf neue Anforderungen, Bedingungen und Situationen vorbereitet werden. Auf die Bildung und insbesondere die Lehrpersonen kommen grosse Aufgaben zu: Für die Jugendlichen werden in Zukunft neue Kompetenzen eine wichtige Rolle spielen, so etwa „digital literacy“ oder die Fähigkeit, zu programmieren. Der Forschungsstand zur Digitalisierung an der Schweizer Sekundarstufe II ist (noch) sehr überschaubar – es besteht Forschungsbedarf. Das Forschungsprojekt nimmt die digitale Transformation an allen Maturitätsschulen im Kanton Schwyz unter die Lupe. Nach einer Analyse der vorhandenen Dokumente zur Digitalisierung wird an jeder Schule mit der Schulleitung ein problemzentriertes Interview durchgeführt. Im Zentrum stehen Ideen, Ziele und Visionen der Rektor/innen in Bezug auf die Digitalisierung und die Integration digitaler Medien an ihrer Schule. Die Interviews werden aufgezeichnet, transkribiert und (nach der Grounded Theory) ausgewertet. Die wichtigen Befunde werden in einem Bericht festgehalten. Das Projekt dient dem Einblick in Grundverständnisse des digitalen Wandels sowie Digitalisierungsbestrebungen und –hürden an den Schwyzer Maturitätsschulen (auch in Bezug auf die geplante Einführung von Informatik als Pflichtfach). (Projektleitung: Michael Ruloff, Projektdauer: 08/2018 - 08/2019, Projektfinanzierung: Interne Projektförderung)

Manifestationen von Weltanschauungen in Bildungskontexten in Vergangenheit und Gegenwart. Erarbeitung erster Grundlagen am Beispiel des Kantons Schwyz 1850-1980 – Analysen, Prozessbeschreibungen und Interpretationen

Der Einfluss religiöser Weltanschauungen auf die auch der religiösen Neutralität verpflichteten Volksschule manifestierte sich in der Zentralschweiz im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts und bis weit ins 20. Jahrhundert in der Form der Katholischen Pädagogik und ihrer politischen Forderung nach der konfessionellen Staatsschule. Die Idee der konfessionellen Staatsschule basierte auf dem Konzept eines offenbarungstheologisch begründeten pädagogischen Systems (Katholische Pädagogik), welches sich aus einer positiven Auslegung des Artikels 21 der Bundesverfassung von 1874 ableitete. Zum einen beeinflussten politische Prozesse seit dem schweizerischen Kulturkampf auf allen Gesellschaftsebenen die Relevanz und Wirksamkeit des Systems der Katholischen Pädagogik. Zum anderen waren es konkrete mentalitäts- und philosophiegeschichtliche Prozesse, welche den Einfluss der Katholischen Pädagogik mit der entsprechenden konfessionellen Staatsschulidee im konkreten Bildungskontext positiv oder negativ verstärkten. Prototypisch für den zentralschweizerischen Bildungskontext können Entwicklungen und Prozesse am Beispiel des Kantons Schwyz exemplarisch dargestellt werden. Die Darstellung erfolgt aufgrund der Analyse von gesetzlichen Grundlagen und Schulorganisationen, Lehrplänen der Volksschule, Lehrmitteln und konkretem Schulleben. Konflikthafte Auseinandersetzungen werden im Einflussbereich der Katholischen Pädagogik überprüft und dargestellt. Dieses Projekt leistet einen ersten Beitrag zum Diskurs über weltanschauliche Setzungen in Bildungszielen der Vergangenheit. Gleichzeitig ermöglichen die Erkenntnisse aus diesem Projekt Wirkungen in aktuellen Bildungszielen zu analysieren. (Projektleitung: Guido Estermann, Jolanda Nydegger, Projektdauer: 08/2017 - 08/2019, Projektfinanzierung: Interne Projektförderung)

Hierarchische Hochschulsteuerung und akademische Selbstverwaltung: ein Widerspruch?

Hochschulen befinden sich in einem komplexen Gesamtzusammenhang, der durch endo- und exogene Faktoren gestaltet wird. Ein zentraler Entwicklungsschritt für Hochschulen war der Rückzug der Detailsteuerung durch den Staat, der diese damit von der akademischen in die hierarchische Selbstverwaltung entlassen hat. Vor diesem Hintergrund wurden neue Steuerungsinstrumente eingeführt, die die Aufgabengewährleistung der Lehr- und Forschungsanstalten sicherstellen sollten (z. B. Leistungsaufträge, Leistungsvereinbarungen, Qualitätssicherung, Stärkung des Managements, Globalbudgets). Das Dissertationsprojekt befasst sich mit der Steuerung von Hochschulen sowohl auf der Makro- (Politik) und Mesoebene (Hochschule) als auch auf der Mikroebene (Forschende/Dozierende) und fragt konkret nach dem Spannungsfeld der hierarchischen Hochschulsteuerung und der bis Ende der 1990er Jahre praktizierten akademischen Selbstverwaltung. Dabei werden insbesondere Steuerungsabsichten (Makroebene) und die Umsetzung auf der Meso- und Mikroebene beleuchtet. (Projektleitung: Nancy Eckert, Projektdauer: 08/2017 - 07/2019, Projektfinanzierung: Interne Promotionsförderung)

Personalisiertes Lernen mit digitalen Medien: Welche Rolle spielen digitale Medien in Schulen mit personalisierten Lehr- und Lernkonzepten?

Bereits Vertretende der Reformpädagogik forderten eine Pädagogik am Kinde orientiert, bzw. individualisiertes Lernen. Auch heute ist Individualisierung nach wie vor ein aktuelles Thema mit Blick auf die heterogene Schülerschaft. Zusätzlichen Aufschwung erhielt die Individualisierungsdebatte durch die Digitalisierung. Mit dem Unterrichtsansatz „personalisiertes Lernen unterstützt von digitalen Medien“ wird versucht, der aktuellen Herausforderung der Heterogenität zu begegnen und gleichzeitig Potentiale der Digitalisierung zu nutzen. Forschungsbefunde zur Wirksamkeit von digitalen Medien innerhalb des personalisierten Unterrichts fehlen bis anhin. Das Ziel des kumulativen Dissertationsvorhabens ist es, die Rolle der digitalen Medien in personalisierten Lehr- und Lernformen mittels einer explorativen mixed-methods Studie zu untersuchen. Grundlage der Untersuchung bildet das von der Mercator-Stiftung geförderten Forschungsprojekt zu personalisierten Lernkonzepten in heterogenen Lerngruppen (perLen). Im Rahmen der perLen-Studie wurden über drei Jahre (2013-2015) 65 innovative Schulen, die nach eigenen Angaben personalisierte Lehr- und Lernkonzepte implementiert haben, quantitativ und qualitativ untersucht. Für das Dissertationsprojekt wird eine Teilstichprobe von N=1017 Jugendlichen der 7/8. Klasse aus 31 Schulen verwendet sowie 11 halbstandardisierte Interviews, die an drei ausgewählten Fallschulen mit intensiver Mediennutzung durchgeführt wurden. (Projektleitung: Regina Schmid, Projektdauer: 08/2017 - 08/2019, Projektfinanzierung: Mercator-Stiftung, Interne Projektförderung)

„Schulische Integration ist (nicht) machbar“. Überzeugungen von Zürcher Klassenlehrpersonen zu den Einflussfaktoren auf die Realisierbarkeit.

Mit der Annahme des Volksschulgesetzes des Kantons Zürich (2005), sprachen sich der Kantonsrat und das Zürcher Stimmvolk für die integrative Schulform und somit für eine ‘Volksschule für alle’ aus. Studien zeigen, dass Lehrpersonen dem Konzept der schulischen Integration generell positiv gegenüberstehen. Geht es aber um die konkrete Umsetzung, sind sie mehrheitlich skeptisch (vgl. z.B. Reusser, Stebler, Mandel & Eckstein, 2013; Yoon-Suk & Evans, 2011). Basierend auf den Fragebogendaten der Studie ‚Erfolgreicher Unterricht in heterogenen Lerngruppen auf der Volksschulstufe des Kantons Zürich‘ (vgl. Reusser et al., 2013) werden im Dissertationsprojekt die Klassenlehrpersonen und Ihre Einstellungen zur konkreten Machbarkeit der schulischen Integration in den Fokus genommen. Dabei wird folgender Hauptfrage nachgegangen: Von welchen Faktoren hängt es ab, ob die Zürcher Klassenlehrpersonen die integrative Schulform als (nicht) machbar beurteilen? (Projektleitung: Debbie Mandel, Finanzierung: interne Promotionsförderung)

Erfassung motorischer Basiskompetenzen im Kindergartenalter (MOBAK-KG). Entwicklung und Validierung eines Testinstruments

Motorische Basiskompetenzen sind eine wichtige Voraussetzung für die Teilhabe an der Sport- und Bewegungskultur. Im Gegensatz zur Primarstufe wissen wir über die Bewegungs- und Sportkompetenz von Kindergartenkindern in der Schweiz bislang wenig. Ziel des Forschungsprojektes ist deshalb die Entwicklung eines Instruments zur Erfassung der motorischen Basiskompetenzen auf der Kindergartenstufe. Die Validierungsstudie ist als überregionale Querschnittserhebung mit zwei kantonalen Teilstichproben (jeweils ca. 10 Klassen) in Uri und Zürich konzipiert und soll im Frühjahr 2018 parallel durchgeführt werden. (Projektleitung: Jürgen Kühnis, Projektdauer: 08/2017 - 08/2018, Projektfinanzierung: Interne Projektförderung und Kanton Uri)

Kompetenzorientiertes Fördern und Beurteilen auf der Primarstufe mit Hilfe digitaler Werkzeuge und 1:1 Ausstattung

Neue technische Ausstattungskonzepte in Schulen mit persönlichen digitalen Endgeräten (1:1, BYOD) bieten die Chance, das kompetenzorientierte, differenzierte und/oder individualisierte Lernen zu unterstützen. Im Rahmen der Zusammenarbeit mit der Projektschule Goldau wird derzeit in einem explorativ orientierten Forschungsprojekt nach dem Design-Based Research Ansatz eine schülerinnen- und schülerzentrierte Lernumgebung für persönliche Endgeräte (Smart­phones, Tablets) entwickelt, um Lernprozesse und persönliche Lern- und Arbeits­stände sowie Selbsteinschätzungen und Reflexionen in einem Lernjournal durch die Lernenden selbst zu dokumentieren. Dieses Instrument wird ab Frühjahr 2017 mit Projektschullehrpersonen erprobt. Ziel des wissenschaftlichen Projekts ist es, zu untersuchen, auf welche Art und Weise digitale Werkzeuge helfen, eine prozessbezogene Leistungsbeurteilung in einem kompetenz­orientierten Unterricht zu etablieren, die als diagnostische Hilfe sowohl von der Lehrperson als auch von den Schülerinnen und Schülern gewinnbringend genutzt werden kann. Dazu soll ein Mix aus qualitativen Methoden (Interviews mit Lehrpersonen sowie Schülerinnen und Schülern) als auch quantitative Methoden (Analyse des Nutzungsverhaltens anhand von Log-Dateien und Fragebogendaten) eingesetzt werden. (Projektleitung: Désirée Fahrni, Projektmitarbeit: Doreen Prasse, Michael Hielscher, Projektdauer: 08/2017 - 12/2018, Projektfinanzierung: Interne Projektförderung)

Pädagogische Überzeugungen von Lehrpersonen beim Einsatz von ICT im Unterricht: Genese und Entwicklungsverläufe

Im Rahmen eines SNF-Projekts wurde mit Interviews die pädagogischen Überzeugungen von Lehrpersonen im Bereich ICT untersucht. In einem vertiefenden Promotionsprojekt werden in den individuellen Fallstudien die Genese und Entwicklung ICT-spezifischer pädagogischer Überzeugungen untersucht. Dabei soll hauptsächlich der Frage nachgegangen werden, welche zentralen Prozesse und Einflussfaktoren die Genese und Entwicklung ICT-spezifischer pädagogischer Überzeugungen innerhalb der Biografie einer Lehrperson prägen. Grundlage der  Analysen sind Transkripte berufsbiographischer, narrativer Interviews mit 20 ausgewählten Lehrpersonen. Zur Datenauswertung soll die Grounded Theory Methodologie angewendet werden, um schlussendlich in mehreren Schritten zu einer Typenbildung zu kommen. (Projektleitung: Daniela Knüsel, Finanzierung: interne Promotionsförderung)

Faktoren für Lerngewinn und Lernmotivation beim Lernen mit Serious Games im Unterricht

Digitalen Lernspielen werden Potenziale für die Förderung von Lernmotivation aber des Lerngewinns zugeschrieben. Diese Vorteile scheinen aber nicht für alle Kinder und unter allen Umständen zu gelten. Der Einsatz von digitalen Lernspielen im Unterricht muss deshalb differenzierter betrachtet werden. Als Vertiefung des SNF-Projektes „Game Based Learning zur Förderung der Medienkompetenz“ wird in diesem Promotionsprojekt analysiert, welche Bedeutung persönliche Merkmale der Kinder (z.B. Vorerfahrung, Einstellung) wie auch didaktische Rahmenbedingungen für den Lerngewinn und die Lernmotivation beim Lernen mit digitalen Lernspielen haben. (Projektleitung: Nina Iten, Finanzierung: interne Promotionsförderung)

Spielen, sprechen, entdecken. Ganzheitliche Sprachförderung von Kindern im Alter von 4 bis 6 Jahren

Ein früher Zugang zum Spiel und zur Sprache ist Voraussetzung für eine gute Entwicklung in der frühen Kindheit. Kinder mit guten Sprech-, Denk-, Wahrnehmungs- und Bewegungsfähigkeiten können sich schneller und besser in den Kindergartenalltag integrieren und später leichteren Zugang zur Schulsprache sowie zum Bildungserfolg finden. Hierfür wird im Rahmen des vorliegenden Vorhabens eine kompakte und handhabbare Praxishilfe für die Spiel- und Sprachförderung erarbeitet. Mit dem Unterstützungsmaterial steht dem Personal des Frühbereichs (Spielgruppen, Kindertagesstätten, Tagesfamilien), Kindergartenlehrkräften und weiteren interessierten Fachpersonen eine praxiserprobte Handreichung von ca. 100 Seiten zur Verfügung, die zur ganzheitlichen Sprachförderung und -entwicklung der in mehrsprachigem Umfeld aufwachsenden Kinder beiträgt. Die Handreichung liefert gut lesbare Informationen rund um die Spiel- und Sprachenwicklung sowie konkrete Praxisbeispiele für eine ganzheitliche Sprachförderung in kokonstruktivistischen Lernsettings. (Projektleitung: Prof. Dr. Naxhi Selimi, Mitarbeit: Gabriela Ineichen und Studierende, Finanzierung: Bundesamt für Kultur (Projekt 2015-10-001), 08/2015 - 08/2017)

Sportunterricht auf der Primarstufe: Pilotstudie im Kanton SZ

Neben der Familie bildet die Schule (v. a. der Sportunterricht) ein zentrales Setting zur Bewegungsförderung. Aufgrund des obligatorischen Charakters können hier alle Heranwachsenden (losgelöst ihrer Herkunft) erreicht werden. Eine hohe, zielorientierte Bewegungszeit gilt als wesentliches Merkmal guten Sportunterrichts. Im Rahmen einer kantonalen Pilotstudie in 30 zufällig ausgewählten Klassen der 5. Primarstufe (n= 468) sollen im Rahmen einer Fragebogenerhebung (Lehrer- und Schülerperspektive) sowie Unterrichtsbeobachtung vor Ort ausgewählte Aspekte des Sportunterrichts genauer beleuchtet werden. Das Forschungsinteresse richtet sich dabei nicht nur auf die Erfassung der Wahrnehmung und Einschätzung des Sportunterrichts sondern vor allem auch die Untersuchung der Zeitnutzung und Anstrengung in Abhängigkeit verschiedener Kontextvariablen. (Projektleitung: Prof. Dr. Dr. Jürgen Kühnis, Mitarbeit: Nancy Eckert, Debbie Mandel, Michel Steffan und Studierende, Finanzierung: Interne Projektförderung, 08/2015 - 08/2016)

Kompetenzorientierung und Scientific Literacy im Lehrplan 21. Ein Design-Based Research-Projekt zur Innovation der Hochschullehre im Hinblick auf die Einführung des NMG-Lehrplans

Sowohl epistemologische Überzeugungen als auch Fachwissen sind bedeutsam für die Gestaltung von Lehr-Lernarrangements sowie die fachdidaktische Beweglichkeit von Lehrpersonen. Um in der Menschund Umwelt-Ausbildung ein anschlussfähiges fachdidaktisches Handlungsrepertoire aufzubauen, ist es daher notwendig, Überzeugungen und Fachwissen angehender Lehrpersonen zu berücksichtigen. Grundlagen dazu wurden in den beiden Forschungsprojekten “Scientific Literacy im LP21” (Arnold, Bucher, Berset 2013, 2014) gelegt. Die theoretische Einbettung, die Entwicklung des Untersuchungsdesigns sowie die Erprobung von Erhebungsinstrumenten standen dabei im Zentrum. In der kommenden Projektphase wird die quantitative Erhebung mit den bereinigten Instrumenten weitergeführt, Ergebnisse der bisherigen Forschung werden publiziert und die quantitativen Daten mittels konfirmatorischer Faktorenanalyse und Regressionsmodellen analysiert. Zudem wird die zweite Untersuchungsfrage als Design-Based Research begleitend zu einem MuU-Modul weiterbearbeitet. (Projektleitung: Judith Arnold, Projektmitarbeit: Thomas Berset, Projektdauer: 08/2015 – 08/2016, Projektfinanzierung: Interne Projektförderung)

Scientific Literacy im Lehrplan 21. Die Rolle epistemologischer Überzeugungen angehender Lehrpersonen bei der Einschätzung der Kompetenzen und Kompetenzstufen im Lehrplan 21.

Dieses Projekt ist eine Weiterführung des Forschungsprojekts „Scientific Literacy im Lehrplan 21 - Bestandsaufnahme und Unterrichtsprojekte zur Förderung eines erweiterten Wissenschaftsverständnisses“. Dieses Nachfolgeprojekt verwendet Erhebungsinstrumente für epistemologische Überzeugungen, welche momentan als Pre-Test erprobt werden. Im Anschluss an den laufenden Pre-Test erfolgt die Modifikation dieser Erhebungsinstrumente. Für die Erhebung der Einschätzungen der Kompetenzen und Kompetenzstufen im Lehrplan 21 (LP 21) werden spezifische Test- Aufgaben neu entwickelt. Neben der Paper-&-Pencil-Version werden zusätzlich Möglichkeiten der elektronischen Aufbereitung dieser Instrumente (Fragebogen und Test-Aufgaben) geprüft. Die Fortführung des laufenden Projekts soll die Erhebung einer grösseren Untersuchungsgruppe von PHSZ Studierenden ermöglichen. Aus diesen Befragungsdaten werden vier Probanden in einer weiterführenden Fallanalyse untersucht. Dabei werden die Entwicklung epistemologischer Überzeugungen und die scientific literacy mittels Leitfadeninterviews und neu entwickelter fachdidaktischer Testaufgaben vertieft analysiert. (Projektleitung: Dr. Judith Arnold, Projektmitarbeit: Dr. Thomas Berset, Karen-Lynn Bucher, Projektdauer: 08/2014 – 08/2015, Projektfinanzierung: Interne Projektförderung)

Inquiry-Based Learning mit mobilen Digitalgeräten im NMG-Unterricht

Im Kontext des übergeordneten Projekts JuNT-Forschen Kisten entstehen Lernarrangements, die es Lehrpersonen ermöglichen, Inquiry Based Learning (IBL) - Einheiten zu naturwissenschaftlichen Phänomenen unter Verwendung von mobilen Digitalgeräten (Smartphone, Tablets) durchzuführen und somit den Anspruch des LP 21 an ein handelndes Lernen einzulösen. IBL wird hierfür als mögliche Form eines "handlungsorientierten und schülerzentrierten" Unterrichts diskutiert. Dabei zeichnet sich IBL stärker als andere Lernformen durch seine “authentische” Einbindung des in eine “Forschungsrealität” aus. Indem sie also die Erforschung naturwissenschaftlicher Kontexte ausserhalb des Schulzimmers ermöglichen (z.B. Schulgarten), werden mobile Digitalgeräte Bestandteil von IBL. Im Projekt werden mobile Digitalgeräte für die Datensammlung verwendet werden (“Data Collection Applications”). Sie SuS sollen Phänomene mit digitalen und analogen Werkzeugen vor Ort dokumentieren, Daten erheben, im Schulzimmer auswerten und präsentieren. Durch den Einbezug der kindlichen Lebenswelt und den darin omnipräsenten digitalen Medien wird ein Teil der Forderung nach Kompetenzorientierung als Leitbegriff der Didaktik eingelöst. (Projektleitung: Dr. Thomas Berset, Projektmitarbeit: Dr. Judith Arnold, Prof. Dr. Beat Döbeli-Honegger, Projektdauer: 08/2015 – 08/2016, Projektfinanzierung: Akademien der Wissenschaften Schweiz,  Interne Projektförderung)

Scientific Literacy im Lehrplan 21. Bestandesaufnahme und Unterrichtsprojekte zur Förderung des Wissenschaftsverständnisses

Die konsequente Kompetenzorientierung und die stärkere Positionierung der Naturwissenschaften im Lehrplan 21 haben Implikationen auf die Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen. Im Rahmen des interdisziplinären Projekts werden zum einen die Kompetenzprofile im Sinne eines erweiterten Wissenschaftsverständnisses (scientific literacy) im Lehrplan 21 Fachbereich NMG und im MuU-Lehrplan der BKZ-Kantone verglichen. Zum anderen wird die Bedeutung der epistemologischen Überzeugungen von angehenden Lehrpersonen für kompetenzorientierten naturwissenschaftlichen Unterricht untersucht. Das Projekt knüpft an das mit dem Balmer-Preis ausgezeichnete Unterrichtsprojekt PrimarschulChemie an (http://primarschulchemie.ch/). (Projektleitung: Dr. Judith Arnold, lic.phil. Karen-Lynn Bucher, Thomas Berset, Projektdauer:08/2013 – 07/2014, Finanzierung: interne Projektförderung)

Faktoren für Lerngewinn und Lernmotivation beim Lernen mit Serious Games im Unterricht

Digitalen Lernspielen werden Potenziale für die Förderung von Lernmotivation aber des Lerngewinns zugeschrieben. Diese Vorteile scheinen aber nicht für alle Kinder und unter allen Umständen zu gelten. Der Einsatz von digitalen Lernspielen im Unterricht muss deshalb differenzierter betrachtet werden. Als Vertiefung des SNF-Projektes „Game Based Learning zur Förderung der Medienkompetenz“ wird in diesem Promotionsprojekt analysiert, welche Bedeutung persönliche Merkmale der Kinder (z.B. Vorerfahrung, Einstellung) wie auch didaktische Rahmenbedingungen für den Lerngewinn und die Lernmotivation beim Lernen mit digitalen Lernspielen haben. (Projektleitung: Nina Iten, Projektdauer:08/2013-07/2014, Finanzierung: interne Promotionsförderung)

Bewegungsaktivität im Lebensalltag von Primarschulkindern im Kanton Uri

Im Rahmen dieser Querschnittsstudie wird in Kooperation mit dem kantonalen Amt für Volksschulen Uri das Bewegungsverhalten von Kindern im Alltag untersucht. Dabei wird anhand drei Indikatoren (pedometerbasierte Tagesaktivität, Schulwegmobilität, Angaben zur täglichen Mediennutzung) und in Abhängigkeit ausgewählter unabhängiger Variablen versucht die Bewegungsaktivität realitätsnah zu quantifizieren und praxisrelevante Empfehlungen abzuleiten. (Projektleitung: Prof. Dr. Dr. Jürgen Kühnis, Projektdauer: 08/2013-08/2014, Finanzierung: Interne Finanzierung, Kanton Uri)

Entwicklung und Erprobung von Mathematik-Apps zum experimentellen- und problemlösenden Denken

Im Lehrplan 21 wird im Fachbereich Mathematik von Erforschen und Argumentieren als Handlungsaspekt gesprochen. Dabei spielen forschendes Lernen und Problemlösestrategien eine wichtige Rolle. Die Lehrpersonen sind gefordert Unterrichtsideen umzusetzen, bei denen sich die Schülerinnen und Schüler mit neuen und ungewohnten Fragestellungen auseinandersetzen. Neue Medien (Tablet, Smartphone) zeigen medienspezifischen Vorteilen, damit experimentelles- und problemlösendes Denken umgesetzt werden kann. Im Rahmen eines Entwicklungsprogramms wurde in Zusammenarbeit mit der HSLU / Abteilung Informatik die App „Math3eck“ und die App „sQter“ entwickelt. Die App „Math3eck“ konnte erfolgreich an der Primarschule Arth / 5. Primar erprobt werden und steht im iTunes-Store zur Verfügung. Die App „sQter“ wurde für Andoidgeräte entwickelt, konnte jedoch nicht veröffentlicht werden. (Projektleitung: Bernhard Dittli, Projektdauer: 08/2014 – 07/2015, Finanzierung: Interne Projektförderung)

Kontakt

Marco Longhitano
Leiter Offenes Forschungsprogramm und Freie Projekte
Pädagogische Hochschule Schwyz
Zaystrasse 42
CH-6410 Goldau
Schweiz
T +41 41 859 05 26
marco.longhitano @ phsz.ch