Lehrer/in werden

Sie lieben die Arbeit mit Kindern, sind gerne kreativ, wünschen sich Flexibilität in der Ausbildung und Freiheit in der Gestaltung ihrer Arbeit: Zwei Studierende der Pädagogischen Hochschule Schwyz (PHSZ) berichten über ihre Motivation, Lehrer/in zu werden.

«Hier sind wir nicht nur eine Nummer»

Sophia Dettling, Kindergarten-Unterstufe

Wie sind Sie an die PH gekommen?
Ich habe drei Jahre die Fachmittelschule Theresianum Ingenbohl besucht und dort die Fachmaturität Pädagogik erworben. Damit konnte ich direkt an der PHSZ mit dem Bachelorstudium starten.

Warum möchten Sie Lehrerin werden?
Die Arbeit mit Kindern bereitet mir grosse Freude. Ihnen Sachen beizubringen und mein Wissen weitergeben zu können, fasziniert mich. Gerade im Kindergarten sind die Kinder enorm interessiert und motiviert. Sie geben einem sehr viel zurück.

Was schätzen Sie an dem Beruf?
Im Lehrberuf darf und muss man kreativ sein. Man muss den Kindern auf Augenhöhe begegnen und oftmals auch viel Geduld zeigen. Ich schätze es sehr, dass der Unterricht zwar dem Lehrplan folgt, jedoch in der Gestaltung und Methode frei ist. Diese Freiheit lässt mir in der Vorbereitung mehr Kreativität und Möglichkeiten, auch mal neue didaktische Methoden auszuprobieren.

Warum haben Sie sich für die PHSZ entschieden?
Die PHSZ ist eine kleinere, familiäre Hochschule. Ich lege viel Wert darauf, dass Studierende nicht nur eine «Nummer» sind und man sich auf den Gängen und draussen «Grüezi» sagt.

Was schätzen Sie an der Ausbildung?
Hier an der PHSZ sagt mir das Praktikum besonders zu. Bereits nach der zweiten Woche konnte ich mit einer Klasse zusammenarbeiten. Diese praxisnahe Lernmöglichkeit über ganze drei Jahre hat mir sehr geholfen. Dass nun ein fixer Online-Präsenztag eingeführt wird, finde ich sinnvoll. Viele Module sind online sehr gut durchzuführen und man spart sich den Weg. Trotzdem finde ich den direkten Kontakt zu Dozierenden und Mitstudierenden weiterhin sehr wichtig.

Wo sehen Sie sich in der Zukunft?
Ich sehe mich vor einer Klasse stehen und als Praxislehrerin eine Praktikantin oder einen Praktikanten begleiten. In 10 Jahren habe ich vielleicht Weiterbildungen in Sonderpädagogik absolviert und arbeite als IF-Lehrperson.

«Abwechslungsreich und dynamisch»

Dave Tschirky, Primarstufe

Wie sind Sie an die PH gekommen?
Nach meiner Ausbildung zum Kaufmann EFZ und einer Stelle als Teamleiter bei einer Versicherung wollte ich Lehrer werden. Nach dem Besuch des Vorbereitungskurses und dem Bestehen der Zulassungsprüfungen an der PHSZ konnte ich ins Bachelorstudium einsteigen.

Warum möchten Sie Lehrer werden?
Ich bin gerne spontan und geniesse vor allem Abwechslung im Leben. Als Lehrperson habe ich einen abwechslungsreichen und dynamischen Arbeitsalltag. Ausserdem arbeite ich sehr gerne mit Kindern. Die Arbeit mit ihnen erfordert viel, aber sie geben einem auch umso mehr zurück. Ein weiterer Punkt ist die Mischung zwischen eigenständigem Arbeiten und Teamarbeit.

Welche eigenen Stärken können Sie im Beruf einbringen?
Ich bin seit vielen Jahren als Juniorentrainer im Spitzenfussball engagiert und weiss daher, wie wichtig eine gute Beziehung zu den Kindern ist. Ich bin überzeugt, dass meine Empathiefähigkeit und meine sozialen Kompetenzen das Klassenklima fördern und das Lernen unterstützen werden.

Warum haben Sie sich für die PHSZ entschieden?
Ich mag den familiären Charakter. Die PHSZ ist überschaubar, dadurch konnte ich mich schnell zurechtfinden. Ausserdem finde ich es für mich selbst und meine beruflichen Perspektiven sehr von Vorteil, dass ich alle Unterrichtsfächer studieren kann.

Was schätzen Sie an der Ausbildung?
Die Dozierenden und Mitarbeitenden kennen die Studierenden fast alle beim Namen, das ist schon eine sehr persönliche Atmosphäre. So ist auch die Hemmschwelle kleiner, bei Problemen oder Unklarheiten direkt nachzufragen. Trotz dieser Nähe habe ich auch die Fernlehre während der Pandemie sehr geschätzt. Mit einem fixen Online-Präsenztag spart man sich die Zeit für den Weg. Bei mir sind das 90 Minuten, die ich so zusätzlich fürs Studium einsetzen kann. Ausserdem ist der Lehrberuf selbst sehr von der Digitalisierung geprägt und ich sehe den täglichen, selbstverständlichen Umgang mit digitalen Medien in der Ausbildung als Vorteil.

Wo sehen Sie sich in der Zukunft?
Konkrete Pläne habe ich noch nicht. Ich möchte mit meiner eigenen Klasse in das Berufsleben eines Primarschullehrers einsteigen und Erfahrungen sammeln. Ich kann mir vorstellen, mit entsprechenden Weiterbildungen später als Schulleiter tätig zu sein.