Wie lassen sich aktuelle gesellschaftliche Fragen im Unterricht aufnehmen? Wie kann BNE im Schulalltag sichtbar werden? Die PH Schwyz begleitet Lehrpersonen, Schulteams und Schulleitungen bei der konkreten Umsetzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Kinder und Jugendliche begegnen heute vielen Fragen, auf die es keine einfachen Antworten gibt: Klimawandel, Ressourcenverbrauch, Ernährung, Mobilität oder soziale Gerechtigkeit. BNE greift solche Themen im Unterricht auf und verbindet sie mit dem Alltag der Schülerinnen und Schüler.
BNE ist länderübergreifend in Form der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) verankert. Im Lehrplan 21 wird BNE als fächerübergreifendes Bildungsziel unter anderem durch sieben fächerübergreifende Themen abgebildet.
Integration von BNE-Fragestellungen im Unterricht
Welche Ursachen haben Konflikte und Kriege, wann empfinden wir eine Landschaft als schön, warum feiern Menschen unterschiedliche Feste und Traditionen? Diese Fragen klingen zunächst alltäglich. Und doch steckt in ihnen das Kernprinzip von Bildung für Nachhaltige Entwicklung.
BNE-Fragen haben keine einfache richtige Antwort. Sie sind Denkanstösse: Einladungen, verschiedene Perspektiven einzunehmen und die eigene Rolle in einem grösseren Zusammenhang zu reflektieren.
Gute BNE-Fragestellungen erkennen Sie gem. Lehrplan 21, 2016, S. 41 daran, dass sie u.a. …
- Lokal und global verknüpfen: Sie zeigen Beziehungen zwischen lokalen und globalen Gegebenheiten und Prozessen auf - und machen sichtbar, wie beides sich gegenseitig bedingt.
- Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verbinden: Sie thematisieren, wie heutige und vergangene Entscheidungen zukünftige Generationen beeinflussen - und fördern Verantwortungsbewusstsein über die eigene Lebenszeit hinaus.
- Mehrere Dimensionen verknüpfen: Sie verbinden politische, ökologische, ökonomische, soziale und kulturelle Aspekte - denn BNE-Fragen berühren mehr als eine Dimension.
- Werthaltungen kritisch hinterfragen: Sie ermöglichen eine kritische Auseinandersetzung mit eigenen und fremden Überzeugungen - Standpunkte werden reflektiert, verglichen und begründet vertreten.
Aufgrund ihrer Komplexität sind Antworten auf BNE-Fragen nicht einfach richtig oder falsch. Sie verlangen eine tiefergehende Auseinandersetzung – und genau darin liegt ihr pädagogischer Wert. Der Lehrplan 21 empfiehlt drei didaktische Prinzipien für BNE-Unterricht: Zukunftsorientierung, vernetzendes Lernen und Partizipation.
Weiterbildungen und Angebote im Bereich BNE
Die PH Schwyz bietet Weiterbildungen und Beratungen im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung an und unterstützt Sie dabei, BNE stufengerecht und praxisnah im Unterricht, in Projekten oder im Rahmen der Schulentwicklung umzusetzen.