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13. August 2026

PH Zug und PH Schwyz lancieren Weiterbildung für mehr Bildungschancen

Zug, 20. August 2026 - Mit dem neuen CAS «Bildungschancen» schliessen die Pädagogischen Hochschulen Zug und Schwyz eine thematische Lücke im Weiterbildungsangebot für Lehrpersonen und Schulleitungen: Im Zentrum stehen herkunftsbezogene Bildungsbenachteiligungen über verschiedene Dimensionen hinweg. Herzstück der Weiterbildung ist ein individuelles Unterrichts- und Schulentwicklungsprojekt, mit dem Teilnehmende konkrete Herausforderungen an ihrer Schule bearbeiten. 

Obwohl die Schweiz über ein gut ausgebautes Bildungssystem verfügt, sind die Bildungschancen ungleich verteilt. Schülerinnen und Schüler mit einer Migrationsgeschichte, mit Mehrsprachigkeit und insbesondere mit sozioökonomischer Deprivation sind darin systematisch benachteiligt, und dies sogar stärker als in vielen anderen Ländern. Für Schulen stellt sich deshalb die Frage, wie Bildungsbenachteiligungen erkannt und geeignete Lösungsansätze entwickelt werden können. 

Schulen als Schlüssel für mehr Chancengerechtigkeit
Der CAS unterstützt Lehrpersonen sowie Schulleitungen und Schulteams dabei, Bildungsbenachteiligungen besser zu verstehen, wirksame Massnahmen für mehr Chancengerechtigkeit zu erarbeiten und förderliche Lernumgebungen zu schaffen. Im Fokus steht ein begleitetes Unterrichts- oder Schulentwicklungsprojekt: Die Teilnehmenden behandeln eine konkrete Fragestellung aus ihrem Berufsalltag, entwickeln Lösungsansätze und setzen diese direkt an ihrer Schule um. Dabei werden wissenschaftliche Erkenntnisse konsequent mit der Praxis verbunden.

«Chancengerechtigkeit entsteht nicht von selbst. Schulen können viel dazu beitragen, Benachteiligungen abzubauen und die Potenziale aller Kinder und Jugendlichen besser zu nutzen. Dafür braucht es Wissen, Reflexion und konkrete Handlungsmöglichkeiten», sagt Miriam Aegerter, Leiterin Zusatzausbildungen der Pädagogischen Hochschule Zug.

Ein besonderes Merkmal des Lehrgangs ist die individuelle Projektbegleitung: Persönliche Beratung und/oder kollegiales Unterrichtscoaching unterstützen die Teilnehmenden dabei, ihre Projekte voranzutreiben, ihre Praxis zu reflektieren und neue Handlungsspielräume zu erschliessen. Die im CAS entwickelten Projekte sollen weiteren Schulen und Lehrpersonen zur Verfügung gestellt werden. So entstehen praxiserprobte Ansätze, die über den Teilnehmendenkreis hinaus Impulse für die Schul- und Unterrichtsentwicklung geben.

Chancengerechtigkeit als strategisches Anliegen
Das Angebot greift ein Thema auf, das auch bildungspolitisch zunehmend an Bedeutung gewinnt. Der Bildungsrat des Kantons Zug sowie die Schulpräsidentinnen und Schulpräsidenten der gemeindlichen Schulen haben in den strategischen Entwicklungslinien 2023–2026 festgehalten, Pilotprojekte zum Umgang mit Heterogenität im Unterricht und zur Chancengerechtigkeit an Zuger Schulen zu fördern. Der Lehrgang unterstützt Schulen dabei, diese Entwicklungen mit wissenschaftlich fundierten und praxisnahen Ansätzen aufzugreifen.

Der CAS Bildungschancen wird erstmals im September 2027 durchgeführt.

Zur Medienmitteilung der PH Zug

Regina Kuratle

Regina Kuratle

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Sylvia Schöberl

Sylvia Schöberl

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