Forschungsprofessur Medienbildung

Die Forschungsprofessur Medienbildung beschäftigt sich mit dem Lehren und Lernen über Medien auf der Primar- und Sekundarstufe I.

Im Zentrum steht dabei die Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern. Diese ist eine zentrale Ressource für die Gestaltung ihrer Freizeit, den schulischen Alltag und die zukünftige Rolle als Bürgerin und Bürger. Sie trägt damit zur Stärkung demokratischer Gesellschaften bei.

Medienkompetenz umfasst:

  • Umgang mit Medieninhalten und Daten: Schülerinnen und Schüler sollen beispielsweise die Glaubwürdigkeit von Influencern und KI-generierten Inhalten einschätzen sowie Werbestrategien, Falschinformationen und Propaganda erkennen können. Sie sollen das Potenzial von (sozialen) Medien als Inspirationsquelle für Alltag und Beruf einordnen und gleichzeitig Verzerrungen und manipulative Gestaltungsmuster (Dark Patterns) erkennen und verstehen. Zum Schutz ihrer persönlichen Daten sollen sie wissen, wie sichere Passwörter erstellt werden [BD1.1][MH1.2]und welche personenbezogenen Daten zu welchen Zwecken erhoben werden.
  • Gestalten von Medienbeiträgen: Schülerinnen und Schüler sollen eigene Ideen medial zum Ausdruck bringen können. Dazu gehört, die Effekte von Gestaltungselementen - Bild, Ton, Text, Schnitt - auszuprobieren und deren Wirkung zu reflektieren.
  • Kommunizieren mit digitalen Medien: Schülerinnen und Schüler sollen beispielsweise verantwortungsvolles Verhalten im Klassenchat lernen, sowie den Umgang mit Cybermobbing oder Nachrichten unbekannter Personen auf Onlineplattformen.

Forschungsschwerpunkte

In unseren Forschungs- und Entwicklungsprojekten untersuchen wir, wie Medienkompetenz im Rahmen von Lehr- und Lernprozessen vermittelt werden kann. Dabei verfolgen wir zwei sich ergänzende Zugänge:

  • Vermittlungsprozesse: Wir erforschen, wie Medienkompetenz in schulischen Lehr- und Lernkontexten wirksam gefördert werden kann – etwa im Hinblick auf Lernarrangements, Unterrichtstools oder die Rolle der Lehrperson.
  • Medienhandeln von Schülerinnen und Schülern: Wir untersuchen, wie Schülerinnen und Schüler tatsächlich mit Medien umgehen und welche Kompetenzen sie bereits mitbringen. Diese Erkenntnisse liefern wiederum wichtige Impulse für die Gestaltung der Vermittlungsprozesse.

Die gewonnenen Erkenntnisse fliessen in die Ausbildung angehender Fachdidaktikerinnen und Fachdidaktiker sowie Lehrpersonen ein und sollen dazu beitragen, dass Schülerinnen und Schüler:

  • Medieninhalte kritisch rezipieren und beurteilen,
  • eigene Medienbeiträge gestalten und Medien selbstbestimmt für ihre Ziele einsetzen,
  • digitale Werkzeuge verantwortungsvoll und kompetent nutzen,
  • die Bedeutung der Medien für das Zusammenleben in der Familie, im Freundeskreis und in der Gesellschaft verstehen.

Kontakt

Martin Hermida

Martin Hermida

Leiter Professur Medienbildung

T +41 41 859 05 37

martin.hermida@phsz.ch