Referatszyklus

Die PH Schwyz pflegt seit vielen Jahren die Tradition von Referatszyklen zu wechselnden Themen für Lehr- und Fachpersonen, Schulleitende, Studierende und Dozierende.

Der Referatszyklus 2026/27 steht unter dem Leitthema «Künste im Unterricht». Ziel ist es, den Wert und die Chancen ästhetischer und kultureller Bildung sichtbar zu machen.

Gestalten, Musik, Tanz, Theater, Architektur oder Literatur stehen für eine Bildung in umfassendem Sinn. Über den Erwerb künstlerisch-kreativer Fähigkeiten hinaus bieten die Fachbereiche vielfältige Möglichkeiten, die Persönlichkeitsbildung und soziale Kompetenzen zu fördern.

Referate 2026/27

Die beiden Veranstaltungen sind jeweils in zwei Teile gegliedert: Im ersten Teil geben ausgewiesene Expertinnen und Experten Einblick in den aktuellen wissenschaftlichen Diskurs. Im zweiten Teil zeigen Schulen anhand konkreter Beispiele, wie ästhetische und kulturelle Bildung im Schulalltag umgesetzt werden kann.

  • 12. November 2026, 17.30 – 19.00 Uhr, Goldau

    Durch die Künste (anderes) Wissen und Können erschliessen

    Prof. Dr. Nadia Bader, Professorin für Didaktik Kunst & Design, PH Zürich 

    Ein zentrales Anliegen der ästhetischen und kulturellen Bildung ist es, eine sensible Wahrnehmung von sich selbst, anderen und der Welt zu fördern. Dazu gehören auch Bild- und Medienkompetenzen zur Orientierung in einer post-digitalen Welt sowie zur Entfaltung von Kreativität als «21st-Century-Skill». 

    Fach- und Forschungsdiskurse bieten empirische Grundlagen, Methoden und Konzepte, um diese Kompetenzen im Unterricht sowie in Bildungsinstitutionen gezielt zu fördern. In aktuellen Debatten in Wissenschaft und Gesellschaft zeigt sich zudem, wie wichtig vielfältige Formen von Wissen und Können für die Bewältigung anstehender Herausforderungen sind. Diese Vielfalt gilt es zu erschliessen und nachhaltig sowie konstruktiv zu nutzen. Ästhetische Erkenntnisformen und situiertes Wissen können dabei einen wesentlichen Beitrag leisten. Der Vortrag bietet hierzu beispielhafte Einblicke und Impulse.

    Auf dem Weg zur Kulturschule

    Ursula Tschannen, Schulleiterin, Primarschule Kirchlindach Herrenschwanden, Bern

    Für die Primarschule Kirchlindach Herrenschwanden ist Kultur als Lern- und Entwicklungsbereich seit jeher wichtig. So sind im Laufe der Jahre vielfältige klasseninterne und klassenübergreifende Kulturprojekte entstanden. Kulturbegegnung und -genuss gehören in vielen Klassen fest zum Schulalltag. Um allen Schülerinnen und Schülern einen gleichberechtigten Zugang zu kulturellen Begegnungen zu ermöglichen, hat die Schulleitung einen Kulturleitfaden entwickelt. Dieser ist in den vergangenen zwei Jahren in Begleitung von kulturagent.innen Schweiz entstanden und wird im Rahmen des Referatszyklus vorgestellt.

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  • 15. April 2027, 17.30 Uhr – 19.00 Uhr, Pfäffikon SZ

    Fächerübergreifendes Lehren und Lernen in den Künsten

    Dr. Lea Weniger, Co-Leitung Forschungsprofessur Fachdidaktik der Künste, Dozentin Bildnerisches Gestalten, PH Schwyz, und Dr. Annamaria Savona, Co-Leitung Forschungsprofessur Fachdidaktik der Künste, Dozentin Musik und Rhythmik, PH Schwyz

    Fächerübergreifendes Lehren und Lernen bietet sich in den künstlerischen Fächern besonders an, teilen sie doch grundlegende Anliegen und Zugänge: beispielsweise die sinnlich-körperliche Wahrnehmung der Welt, Ausdrucks- und Kommunikationsformen jenseits verbaler Sprache oder die Beschäftigung mit unterschiedlichen medialen und materiellen Mitteln. 

    Doch was ist mit fächerübergreifendem Lehren und Lernen in den Künsten genau gemeint und welches Potenzial liegt darin? Je nach beteiligten Fächern kann es unterschiedliche Formen annehmen. Im Referat richtet sich der Blick auf die Lehrer:innenbildung. Diese soll angehenden Lehrpersonen die Möglichkeit geben, fächerübergreifende Formate kennenzulernen, zu erproben und im Hinblick auf ihre spätere Unterrichtspraxis zu reflektieren. 

    Welche fächerübergreifenden Formate in den Künsten an Schweizer Pädagogischen Hochschulen angeboten werden und welches Verständnis ihnen zugrunde liegt, wird aktuell in einem explorativen Forschungsprojekt untersucht. Das Referat gibt Einblick in erste Ergebnisse des Projekts und bietet Raum, Perspektiven für den fächerübergreifenden Unterricht in den Künsten zu diskutieren.

    Kulturelle Schulentwicklung – mit Kulturprojekten das schulische Miteinander stärken

    Manuel Felder, Schulleiter Primarschule Steinacker, Winterthur, und Laura Zachmann, Kulturvermittlerin

    Kunst und Kreativität können Schulen verändern und neue Räume schaffen, in denen Mitbestimmung und Gemeinschaft wachsen. An der Primarschule Steinacker zeigt sich dies beispielsweise bei der Gestaltung von Wertefiguren oder bei einer gesamtschulischen Vernissage mit essbaren Kunstwerken. Die Schülerinnen und Schüler erleben unmittelbar, dass ihre Stimme zählt und gemeinsames Engagement die Schulatmosphäre prägt. Im Praxisbericht blicken der Schulleiter und eine Kulturvermittlerin auf zwei Jahre kulturelle Schulentwicklung zurück, in deren Zentrum der Aufbau einer partizipativ gelebten Schulkultur stand.

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Die Anmeldung für beide Anlässe ist geöffnet. Wir freuen uns auf viele interessierte Teilnehmende und spannende Diskussionen. 

Kontakt

Regina Kuratle

Regina Kuratle

Prorektorin Weiterbildung & Dienstleistungen

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Sylvia Schöberl

Sylvia Schöberl

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