Jubiläum

«Ich schätze den pragmatischen Ansatz.»

«Ich schätze den pragmatischen Ansatz.»

Michael Hielscher (rechts) im Austausch mit dem Team.

Hinter dem Erfolg der PH Schwyz stehen unzählige Menschen. Wir haben einige von ihnen zu Erlebnissen, Motivationen und Herausforderungen befragt – darunter Michael Hielscher.

Seit wann bist du an der PH Schwyz und in welcher Funktion?  

Ich bin seit 2014 dabei – also ziemlich genau 10 Jahre. Ich unterrichte die Grundlagen der Informatik für angehende Primarlehrpersonen und die Fachdidaktik Informatik für Masterstudierende. In der Forschung beschäftige ich mich vor allem mit der Entwicklung von digitalen Lehr- und Lernumgebungen. Zwischenzeitlich war ich noch in der Weiterbildung für die Einführung des neuen Fachs Medien und Informatik im Lehrplan21 tätig. 

Welche Bedeutung hat das 20-jährige Jubiläum für dich persönlich?

Auch wenn ich die erste Hälfte dieses Zeitraumes verpasst habe, freue ich mich sehr, dass sich die PH Schwyz als kleine Hochschule in meinem Themenfeld einen so hervorragenden Ruf erarbeiten konnte. Das war auch der Grund, der mich vor 10 Jahren hergeführt hat.

Was waren aus deiner Sicht die entscheidenden Etappen für die PH Schwyz?

Die Emanzipation als eigenständige Hochschule 2013 war sicher ein grosser Schritt. Seitdem hat sich vieles verändert, aber im Kern sind wir eine überschaubare und sehr persönliche Hochschule geblieben.

Und was waren oder sind die grössten Herausforderungen?

Als kleinere Hochschule haben viele Mitarbeitende verschiedene Aufgaben und Hüte auf, das hat Vor- und Nachteile.

Gibt es einen Moment, der dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Ich erinnere mich noch gerne an die erste Tagung, die ich 2015 am Institut für Medien und Schule mitorganisieren konnte. Wir hatten dazu Schülerinnen und Schüler aus unserer Projektschule aus Goldau eingeladen, ohne dass die Gäste davon wussten. Anstatt eines Abschlussvortrages hiess es dann «Do IT yourself». Unter Anleitung der Schülerinnen und Schüler experimentierten die Gäste mit Computerbauteilen und erhielten so einen Einblick in den Informatikunterricht an Primarschulen.

Was hat dich als Person und deine Arbeit besonders geprägt? 

Die Zusammenarbeit im Team, die Menschen, die mich in der Arbeit und in meinen Projekten unterstützt haben. Ebenso das positive Feedback von Lehrpersonen und auch Eltern. Und die gelebte Agilität: Ob neue Studiengänge, Fächer oder Themen, die PH Schwyz passt sich immer wieder den aktuellen Gegebenheiten an und dies unkompliziert und pragmatisch – das schätze ich sehr.

Wie findest du auch nach so vielen Jahren noch Inspiration für deine Arbeit?

Die Informatik wandelt sich so schnell wie kaum ein anderes Fach. Neue Entwicklungen wie aktuell etwa die Künstliche Intelligenz erfordern immer wieder neue Ideen für die Vermittlung und die Umsetzung im Unterricht. Aus der Schulpraxis erhalten wir viele Anregungen, zum Beispiel zur Lernumgebung LearningView, die es dann zu formen und auszugestalten gilt. All das inspiriert mich täglich aufs Neue.

Wie sieht dein perfekter Arbeitstag aus?

Ein Tag, an dem es wenig dringende E-Mails gibt und ich mich ganz in ein Entwicklungsprojekt vertiefen kann – mitunter bis in die Nacht: «Nur noch schnell die eine Sache fertig programmieren».

Kontakt

Michael Hielscher

Michael Hielscher

Dozent Medien und Informatik

T +41 41 859 05 36

michael.hielscher@phsz.ch