datafication in education
Je mehr digitale Geräte die Schulen verwenden, desto mehr Aktivitäten können gemessen, beobachtet, gespeichert und als Daten verarbeitet und ausgewertet werden. Das bietet einerseits Potenziale für Lehr- und Lernprozesse. Diese Entwicklung ist aber andererseits auch eine Herausforderung, die das Bild von Schule und Lernen grundlegend verändern kann.
Das Institut für Medien und Schule (IMS) der Pädagogischen Hochschule Schwyz nahm das Thema am 11. Juni 2022 in einer Fachtagung auf. Unter dem Titel «datafication in education» konnten sich die 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in zwei Keynotes und neun Parallelsessions in die sich abzeichnende Herausforderung für die Schule hineindenken und mitdiskutieren.
Im Eröffnungsvortrag gab Prof. Dirk Ifenthaler der Universität Mannheim einen Einblick in die Potenziale von learning analytics. Er inspirierte die Teilnehmenden, die richtigen Daten zu fordern, statt sich von verfügbaren Daten «treiben zu lassen». Mit der einprägsamen Metapher «Alle Daten sind gekocht» betonte Prof. Andreas Breiter der Universität Bremen im anschliessenden Referat, dass Bildungsdaten immer aus einer bestimmten Perspektive erfasst werden und es deshalb keine «Rohdaten» geben würde. In der folgenden Podiumsdiskussion waren sich alle einig, dass man bezüglich des Themas erst am Anfang stehe und ein intensiverer Austausch zwischen allen Beteiligten wünschenswert sei.
15. Juni 2022