Termine

Referatezyklus 2022/23: Erziehungs- und Bildungskooperation von Elternhaus und Schule

Das Verhältnis von Elternhaus und Schule gewinnt zunehmend an Bedeutung. Wie kann die Zusammenarbeit gestärkt werden? Welche gelungenen Beispiele bestehen bereits in der Praxis und wo sind die Chancen und Herausforderungen in der Kooperation? Der Referatezyklus 2022/23 greift dieses aktuelle Thema auf und lädt zu vier Veranstaltungen (online oder an der PHSZ), jeweils mit Referat und Diskussion, ein. Flyer

Wenn nicht jetzt, wann dann? Chancen und Herausforderungen der Zusammenarbeit von Elternhaus und Schule

  • Prof. Dr. Sabine Walper, Vorstandsvorsitzende und Direktorin Deutsches Jugendinstitut, München
  • Donnerstag, 3. November 2022, 17.30–19.00 Uhr
  • Präsentation

Im Zuge der Kontaktbeschränkungen während der Coronapandemie und der Umstellung auf das Distanzlernen haben sich die Schwachstellen in der Kooperation zwischen Schulen und Eltern gezeigt. Eine Zusammenarbeit birgt jedoch bedeutsame Potenziale für die Förderung von Bildungsverläufen bei Kindern und Jugendlichen. Dies legt eine Vielzahl von Studien nahe, die wichtige Hinweise zu den Erfolgsfaktoren elterlichen Engagements in der Unterstützung kindlicher Bildung liefern. Ausgehend von einem Überblick über einschlägige Befunde werden im Referat der gestiegene Bedarf einer intensiveren Erziehungs- und Bildungspartnerschaft zwischen Schule und Eltern sowie zentrale Herausforderungen, die sich hierbei ergeben, diskutiert. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Frage, inwieweit und auf welchem Weg Unterschiede in den Bildungschancen je nach sozialer Herkunft durch einen stärkeren Einbezug der Eltern abgebaut bzw. gemildert werden können. Da sich während der Pandemie entsprechende Disparitäten verschärft haben, ist es jetzt besonders wichtig, gezielte Strategien einer breit angelegten Bildungsförderung zu entwickeln, die insbesondere Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien berücksichtigt und die Eltern als Partner einbezieht.

Erziehungs- und Bildungskooperation im Kindergarten – Formen elterlicher Beteiligung und Anregungen für die Schulentwicklung

  • Prof. Dr. Caroline Villiger Hugo, Leiterin Schwerpunktprogramm Familie – Bildung – Schule, PH Bern
  • Donnerstag, 1. Dezember 2022, 17.30–19.00 Uhr, anschliessend Apéro
  • Präsentation

Die Erziehungs- und Bildungskooperation zwischen Schule und Eltern bzw. Erziehungsberechtigten hat in der jüngsten Vergangenheit zunehmend an Bedeutung gewonnen. Insgesamt besteht in der Fachliteratur mehrheitlich Einigkeit darin, dass die Zusammenarbeit auf einem symmetrischen Verhältnis beruhen sollte. Die Ausarbeitung entsprechender Konzepte auf kantonaler und schulischer Ebene steht jedoch noch weitgehend am Anfang. Die Schulen sind vermehrt gefordert, sich über die Gestaltung des Kooperationsverhältnisses Gedanken zu machen. Der Kindergartenstufe kommt dabei eine besondere Bedeutung zu: Sie ist das «Eingangstor» in die Schulwelt und für die Eltern der Erstkontakt mit der Institution Schule. Das Referat fokussiert das Thema der Erziehungs- und Bildungskooperation in Bezug auf den Schuleintritt (Kindergarten), erörtert mögliche Formen elterlicher Beteiligung im Kindergarten sowie darüber hinaus und bietet Anregungen für die Gestaltung einer zielführenden Zusammenarbeit im Interesse aller Beteiligten.

Schule gemeinschaftlich gestalten: Wie Eltern zu echten Partnern werden

  • Jörg Berger, Schulleiter Schule Knonau, Mitglied der Geschäftsleitung des Verbandes Schulleiterinnen und Schulleiter Schweiz (VSLCH), Vorstandsmitglied profil qualité
  • Donnerstag, 16. März 2023, 17.30–19.00 Uhr
  • Pädagogische Hochschule Schwyz, Zaystrasse 42, Goldau
  • Anmeldung

«Schule21 macht glücklich!» lautet die Mission des Verbandes Schulleiterinnen und Schulleiter Schweiz (VSLCH). Damit dies gelingt, haben unter der Leitung des VSLCH Dutzende von Schulleitenden die Vision einer zeitgemässen Schule erarbeitet. Die Kinder und Jugendlichen stehen darin im Mittelpunkt – dafür setzen sich Tag für Tag alle an den Schulen tätigen Personen gemeinsam mit den Eltern ein. Doch wie kann Elternkooperation konkret gelingen? Welche Haltung, welche Voraussetzungen und welche Steuerungselemente unterstützen den Weg zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit? An praktischen Beispielen der Schule Knonau im Kanton Zürich und ihrer fortgeschrittenen Elternpartizipation wird die Entwicklung zu einem vertrauensvollen Miteinander erlebbar – einem Miteinander voller Inspirationen, Mut und Zuversicht am Gelingen. Im Referat und der anschliessenden Diskussion werden die entscheidenden Nuancen, die zu den gewünschten positiven Effekten in der Elternzusammenarbeit führen, dargestellt. Es ist eine Zusammenarbeit, die auch kritische Momente überwinden kann.

Hausaufgaben als Bindeglied oder als Konfliktthema? Überlegungen und Befunde zu Funktionen und Effekten von Hausaufgaben sowie zu ihrer Gestaltung in Schule und Familie

  • Prof. Dr. Britta Kohler, Professorin, Studiengangskoordinatorin und Studienfachberaterin, Institut für Erziehungswissenschaft, Universität Tübingen
  • Donnerstag, 25. Mai 2023, 17.30–19.00 Uhr
  • Online

Hausaufgaben werden bedeutsame Funktionen zugeschrieben und überwiegend als sehr relevant eingeschätzt. In empirischen Studien lassen sich die zugeschriebenen Funktionen jedoch nur unzureichend abbilden. Aufgrund der Erkenntnisse stellen sich verschiedene Fragen: Sollte zukünftig auf Hausaufgaben verzichtet werden? Sollten Auswahl, Vergabe, Kontrolle und Auswertung von Hausaufgaben verbessert werden? Geht es darum, die Eltern mehr in die Pflicht zu nehmen? Oder muss mit Blick auf die Bildungsungleichheit gerade auf die Mitarbeit von Eltern verzichtet werden? Das Referat greift diese Fragen auf und stellt Möglichkeiten eines zukünftigen Umgangs mit Hausaufgaben vor.

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