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21. Mai 2026

PH Schwyz zeichnet Bachelorarbeiten von drei Studentinnen aus Zürich, Schwyz und Uri aus

Anfang Mai würdigte eine Fachkommission der PH Schwyz die Bachelorarbeiten von Salome Schmucki (ZH), Anja Blaser (SZ) und Rebekka Tresch (UR). Besonders hervorgehoben wurden die hohe gesellschaftliche Relevanz der Themen, die fachliche Tiefe und der konkrete Praxisbezug. 

Medienkompetenz im Spannungsfeld von Lernchancen und Entwicklungsrisiken
Die angehende Primarschullehrerin Salome Schmucki aus Dürnten (ZH) untersuchte in ihrer Bachelorarbeit die Mediennutzung von Kindern im Zyklus 1 aus entwicklungspsychologischer Perspektive. Ausgangspunkt war die Beobachtung, dass Kinder digitale Inhalte heute früh und selbstverständlich konsumieren, diese jedoch oft noch nicht altersgerecht einordnen können. Auf Grundlage aktueller Studien entwickelte und erprobte sie eine Unterrichtseinheit mit einer zweiten Primarklasse. Das Ziel bestand darin, die Kinder dazu anzuregen, ihre eigenen digitalen Gewohnheiten bewusster wahrzunehmen, über Erlebnisse zu sprechen und Inhalte altersgerecht zu reflektieren. Die Auswertung zeigte, dass digitale Medien sowohl Lernchancen als auch Entwicklungsrisiken bergen. «Viele Kinder können mediale Inhalte emotional, kognitiv und sprachlich noch nicht selbstständig verarbeiten. Sie sind deshalb stark auf die Co-Regulation durch Erwachsene angewiesen, die Medienerlebnisse gemeinsam mit ihnen einordnen, Gefühle besprechen und Orientierung geben», erklärt Schmucki.   

Traumasensible Unterstützung für geflüchtete Kinder im Schulalltag
In ihrer gemeinsamen Bachelorarbeit gingen Anja Blaser aus Ibach (SZ) und Rebekka Tresch aus Altdorf (UR) der Frage nach, wie traumatisierte Kinder mit Fluchterfahrung im Zyklus 1 unterstützt werden können. «Unsere Arbeit zeigt, wie nah Krieg und Flucht auch im Klassenzimmer sind», erläutern Blaser und Tresch. Für ihre qualitative Studie führten sie Interviews mit Lehrpersonen, Schulleitungen und schulpsychologischen Fachpersonen. Die Ergebnisse zeigten unterschiedliche Reaktionen der Kinder – von Übererregung bis Rückzug – sowie Unsicherheiten der Lehrpersonen im Umgang mit möglichen Traumatisierungen. «Wir wollten konkrete Handlungsmöglichkeiten für einen traumasensiblen Unterricht aufzeigen», so die beiden Studentinnen. Auf Basis ihrer Untersuchung entwickelten sie einen praxisorientierten Leitfaden mit Anregungen zu Beziehungsgestaltung, Struktur, Rückzugsorten und Selbstwertstärkung im Schulalltag der Kindergarten-Unterstufe.

Im Rahmen einer öffentlichen Posterausstellung am Campus Goldau präsentierten Mitte Mai rund 70 Studierende des Abschlussjahrgangs ihre Bachelorarbeiten. Die Besucherinnen und Besucher erhielten Einblick in vielfältige Themen und aktuelle Fragestellungen aus Schule, Unterricht und Gesellschaft.

Fotos
Unter https://www.filemail.com/d/ouzijlklxrtmxhc stehen bis 31.05.2026 Fotos zum Download bereit. Der Bildnachweis lautet: PHSZ.

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Stefan Marty

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Sylvia Schöberl

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