«Mich beeindruckt das Engagement.»
Hinter dem Erfolg der PH Schwyz stehen unzählige Menschen. Wir haben einige von ihnen zu Erlebnissen, Motivationen und Herausforderungen befragt – darunter Bernhard Dittli.
Seit wann bist du an der PH Schwyz und in welcher Funktion?
Ich bin seit 2008 dabei. Gestartet bin ich mit einem kleinen Pensum als Mathematikdidaktiker und habe parallel dazu viele Jahre in der Volksschule Mathematik unterrichtet. Seit 2013 bin ich hauptberuflich an der PH Schwyz als Dozent und Mentor tätig.
Welche Bedeutung hat das 20-jährige Jubiläum für dich persönlich?
Dieser Geburtstag freut mich riesig. Wir sind 20 Jahre alt, sozusagen erwachsen, und werden als innovative und lebendige PH wahrgenommen.
Was waren aus deiner Sicht die entscheidenden Etappen für die PH Schwyz?
Für mich gab es verschiedene Etappen. Beeindruckend finde ich dabei das grosse Engagement aller Mitarbeitenden und wie wir uns den Herausforderungen stellen, indem wir neue Ideen aus der Forschung und der Praxis aufnehmen und umsetzen. So haben wir zum Beispiel auf zeit- und ortsunabhängiges Lernen gesetzt und bieten nun als erste PH ein Fernstudium an.
Und was waren oder sind die grössten Herausforderungen?
Die Digitalisierung mit all ihren Vor- und Nachteilen hat meine Lehrtätigkeit stark verändert. Ich unterrichte sehr gerne vor Ort. Es gibt verschiedene haptische Materialien, es wird in unterschiedlichen Lerngruppen gearbeitet und geht lebendig zu und her. Im digitalen Raum ist vieles davon nicht 1:1 möglich. Da bin ich laufend auf der Suche nach geeigneten Formen.
Und: Die verschiedenen «Hüte» zu vereinbaren ist schwierig. Viele Dozierende sind in verschiedenen Fachdisziplinen und Leistungsbereichen unterwegs. Neben der Lehre sind wir in der Forschung und in der Weiterbildung aktiv, wir publizieren und referieren. Dies alles zu vereinbaren und dabei qualitativ à jour zu bleiben, erlebe ich herausfordernder und anspruchsvoller je älter ich werde.
Was hat dich als Person und deine Arbeit besonders geprägt?
Ich komme aus der Schulpraxis. Die Erfahrungen aus meiner Zeit als Primar- und Oberstufenlehrperson helfen mir heute zu verstehen, was Studierende in der Ausbildung und Lehrpersonen in der Weiterbildung benötigen. Diese Verknüpfung von Praxis und Theorie motiviert mich immer wieder aufs Neue. Übrigens: Ich würde mich über neue Kolleginnen und Kollegen in der Lehre freuen und kann versichern, dass die Arbeit als Dozent oder Dozentin an einer PH Spass macht!
Wie findest du auch nach so vielen Jahren noch Inspiration für deine Arbeit?
Es braucht einen guten Ausgleich und den finde ich bei meiner Familie und in der Natur.