«Ich bin ein Urgestein.»
Hinter dem Erfolg der PH Schwyz stehen unzählige Menschen. Wir haben einige von ihnen zu Erlebnissen, Motivationen und Herausforderungen befragt – darunter Annette Windlin.
Seit wann bist du an der PH Schwyz und in welcher Funktion?
Ich kam 2004 vom Lehrerseminar Rickenbach an die PHZ und bin sozusagen ein Urgestein (lacht). Zu Beginn war ich als Dozentin in der Ausbildung tätig. Vier Jahre später wurde ich mit dem Aufbau der Fachstelle Theaterpädagogik betraut und übernahm die Studiengangsleitung des CAS Theaterpädagogik.
Welche Bedeutung hat das 20-jährige Jubiläum für dich persönlich?
Es führt mir vor Augen, dass ich bereits vierzig Jahre in der Lehrpersonenbildung tätig bin! Und ich fühle mich hier immer noch am richtigen Ort. Als kleinere Hochschule sind wir nahe an der Praxis. Wir arbeiten eng mit den Lehrpersonen und Schulleitungen zusammen, viele haben ihre Ausbildung bei uns absolviert. Diese persönliche Atmosphäre ist mir wichtig.
Was waren aus deiner Sicht die entscheidenden Etappen für die PH Schwyz?
Für die PH selbst war es sicher die Akkreditierung ohne Auflagen im Jahr 2019. Aus der Entwicklungsperspektive heraus war es der Wechsel von 7 auf 10 Ausbildungsfächer. Das hat die PH als Ausbildungsort attraktiver gemacht. Leider ist dadurch die Spezialisierung in Theaterpädagogik weggefallen.
Und was waren oder sind die grössten Herausforderungen?
Wir wachsen kontinuierlich – in den Projekten und bei unseren Angeboten, aber auch bei den Mitarbeitenden und Studierenden. Dabei persönlich zu bleiben und das WIR-Gefühl zu erhalten, ist eine grosse Herausforderung.
Gibt es einen Moment, der dir besonders in Erinnerung geblieben ist?
Ganz klar das Theaterprojekt «Arche» im Jahr 2019. Mit über 100 Studierenden haben wir zum 15-jährigen Jubiläum ein Theaterstück entwickelt und an verschiedenen Orten in der PH aufgeführt. Und das insgesamt zehnmal! Das hat uns und die Studierenden gestärkt. Es wäre toll, wenn wir so etwas wieder auf die Beine stellen könnten!
Was hat dich als Person und deine Arbeit besonders geprägt?
Dass ich neben meiner Arbeit an der PH meinen zahlreichen Aktivitäten im Kunst- und Kulturbereich nachgehen kann. Davon profitiere ich und davon profitieren auch die Studierenden. Ich wäre nicht mehr an der PHSZ, wenn ich meine künstlerische Arbeit nicht hätte machen können.
Wie findest du auch nach so vielen Jahren noch Inspiration für deine Arbeit?
Mich inspirieren die Menschen um mich herum. Ich schätze den Austausch mit den Studierenden, dem Team und den Lehrpersonen an den Schulen sehr. Es kommt so viel zurück! Auch die Wechselwirkung zwischen eigener künstlerischer Arbeit und Weitergabe theoretischen und praktischen Wissens an Studierende in Aus- und Weiterbildung ist sehr bereichernd.
Welchen Tipp hättest du für neue Mitarbeitende?
Je mehr man sich einbringt, desto mehr kommt zurück und desto sinnstiftender ist es.
Wie sieht dein perfekter Arbeitstag aus?
Am schönsten ist es, wenn ich meinen Tag selbständig gestalten kann und genug Zeit habe, meine vielen Feuer am Brennen zu halten. Das kann manchmal ganz schön herausfordernd sein.