Aktuelle Projekte am IPP

Komparative Studie zur Gesundheitsförderung in Schulen und zur Bewältigung der Covid-19 Krise (HEPISCO)

Die Covid-19-Pandemie stellt Schulen und Bildungssysteme weltweit vor Herausforderungen. Die gegenwärtige Situation macht deutlich, dass Schulen wichtig sind für die Förderung von Gesundheit im umfassenden Sinne (körperliche, psychische und soziale Gesundheit) und die Vermittlung von Gesundheitskompetenzen. Nicht zuletzt, weil Schulen das Herzstück von Gemeinden sind und sich die Gesundheitsförderung in der Schule positiv auf die gesamte Gemeinschaft auswirken kann. Die Studie untersucht die arbeitsbedingte Stressbelastung von Schulleitungen, ihre Arbeitsbewältigungsstrategien und wie sie die Gesundheitsförderung an ihrer Schule gestalten während der andauernden Covid-19-Krise.

Das Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen dem IPP/PHSZ und der University of Malaya in Malaysia und Teil des internationalen Netzwerks Covid-Health Literacy. Das Projekt wird vom Bilateralen Wissenschafts- und Technologie-Kooperationsprogramm mit Asien, ETH Zürich, finanziert.

Projektteam:

  • Prof. Dr. Guri Skedsmo (Projektleitung), IPP, Pädagogische Hochschule Schwyz, Schweiz
  • Prof. Dr. Anita Sandmeier (Co-Projektleitung), IPP, Pädagogische Hochschule Schwyz, Schweiz
  • Dr. Donnie Adams, Department of Educational Management, Planning and Policy, Faculty of Education, University of Malaya, Malaysia

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Was hält Lehrpersonen in der Schule? (WahLiS-Studie) – Verbleibensfaktoren im Schulkontext verstehen

Dieses vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) geförderte Forschungsprojekt adressiert die Frage, welche Faktoren den Verbleib von Lehrpersonen in der Organisation, bzw. im Beruf fördern. Theoretisch baut das Projekt auf dem Konzept der «Embeddedness»  auf. Dieses Konzept fasst zentrale Faktoren zusammen, die ein Individuum an eine Stelle oder einen Beruf binden (z.B. Passung zwischen der eigenen Kompetenz und den beruflichen Anforderungen, soziale Bindungen, mögliche Verluste bei einem Wechsel). In einem ersten Schritt werden die kontextuellen und individuellen Faktoren untersucht, die die Bindung an eine Stelle oder Beruf beeinflussen. Danach wird der Einfluss solcher Bindungen auf die Kündigungsabsicht und die tatsächliche Fluktuation analysiert. Diese Aspekte werden sowohl für Berufseinsteiger als auch Lehrpersonen in der mittleren Laufbahnphase untersucht.

Hier geht es zur Projektseite der WahLiS-Studie

 

Projektteam IPP/PHSZ: Prof. Dr. Anita Sandmeier
Kooperationspartner: Universität Bern: Prof. Dr. Andreas Hirschi, PD Dr. Daniel Spurk, MA Julia Mühlhausen;
Finanzierung: Schweizerischer Nationalfonds, 04/2017 - 09/2020.

 

 

Neue Perspektiven auf den Nutzen von Forschung in der Bildung (RE-POSE)

RE-POSE untersucht den Nutzen von Forschung im Bildungssektor in Norwegen, Schweden, Finnland und der Schweiz. Ein besonderer Schwerpunkt liegt darin zu analysieren, wie Lehrpersonen wissenschaftliche Erkenntnisse in ihrer täglichen Praxis nutzen, z.B. konkret bei der Planung ihres Unterrichts und bei der Begründung und Reflexion von Entscheidungen, die ihre Arbeit betreffen. Darüber hinaus werden die Nutzung bzw. der Nutzen auch auf einer übergeordneten Ebene analysiert, so beispielsweise in der Schulentwicklung, in der lokalen Bildungspolitik und bezüglich Strukturen der Forschungszusammenarbeit (z.B. mit Pädagogischen Hochschulen). Das Projekt wird vom norwegischen Forschungsfond (FINNUT) finanziert. Folgende Institutionen arbeiten in diesem Kooperationsprojekt zusammen: Oslo Metropolitan University, Universität Bergen, Universität Südostnorwegen, Norwegische Universität für Wissenschaft und Technik, Universität Helsinki und IPP der Pädagogische Hochschule Schwyz.

Hier geht es zur Webseite des Projekts RE-POSE (Link folgt)

 

Team

Prof. Dr. Sølvi Mausethagen (project leader), Oslo Metropolitan University, Norway

Prof. Dr. Fredrik Thue, Oslo Metropolitan University, Norway

Assoc. Prof. Dr. Hege Hermansen, Oslo Metropolitan University, Norway

Prof. Dr. Jens-Christian Smeby, Oslo Metropolitan University, Norway

Prof. Dr. Silje Bringsrud Fekjær, Oslo Metropolitan University, Norway

Prof. Dr. Steinar Bøyum, University of Bergen, Norway

Prof. Dr. Tine S. Prøitz, University of South-East Norway, Norway

Prof. Dr. Petter Aasen, University of South-East Norway, Norway

Dr. Joakim Caspersen, Norwegian University of Science and Technology, Norway

Dr. Anna Parparla, University of Helsinki, Finland

Prof. Dr. Guri Skedsmo, IPP, PH Schwyz, Schweiz

Multiprofessionelle Zusammenarbeit um Schülerinnen und Schüler in der Sekundarstufe II zu halten (ProAct)

ProAct untersucht, wie Schulleitungen und Lehrpersonen in der Sekundarstufe II mit Schulen der Sekundarstufe I, Schulbehörden und Akteuren aus anderen öffentlichen Diensten zusammenarbeiten, um Schülerinnen und Schüler in der Sekundarstufe II in Norwegen zu halten. Verglichen werden Schulen mit niedrigen und hohen Abbrecherquoten hinsichtlich ihrer Zusammenarbeit mit weiteren professionellen Akteuren (Grad und Art und Weise) um auf diesem Weg erfolgversprechende Praktiken identifizieren zu können. Ziel ist es Wege aufzuzeigen, wie mögliche Probleme frühzeitig angegangen werden und wie Interventionen eine grössere und nachhaltigere Wirkung erzielen können. Das Projekt wird vom norwegischen Forschungsfond (FINNUT) finanziert. Folgende Institutionen arbeiten im Projekt zusammen: IPP der Pädagogischen Hochschule Schwyz, Universität Oslo, Oslo Metropolitan University, Inland Norway University of Applied Sciences, und Arktische Universität von Norwegen - Universität Tromsø.

Hier geht es zur Webseite des ProAct-Projekts (Link folgt)

 

Team

Prof. Dr. Guri Skedsmo (Projektleitung), IPP, Pädagogische Hochschule Schwyz und University of Oslo, Norway

Associate Prof. Dr. Hedvig Abrahamsen, University of Oslo, Norway

Associate Prof. Dr. Ann Elisabeth Gunnulfsen, University of Oslo, Norway

Associate Prof. Dr. Jeffrey Hall, University of Oslo, Norway

Associate Prof. Dr. Ruth Jensen, University of Oslo, Norway

Associate Prof. Judit Novak, University of Oslo, Norway

Prof. Dr. Kristin Helstad, Inland Norway University of Applied Sciences, Norway

Prof. Dr. Sølvi Mausethagen, Oslo Metropolitan University, Norway

Prof. Dr. Kjell Arne Røvik, The Arctic University of Norway – University of Tromsø, Norway

 

Assoziierte Forschungsprojekte von Dozierenden

Komparative Analyse der Wirkung zweier Englischlehrmittel

Seit im Jahr 2005 Englisch als Schulfach in der Primarschule eingeführt wurde, arbeitet man im Kanton Schwyz auf dieser Stufe mit den zwei aufeinanderfolgenden Lehrmitteln Super Bus (Macmillan, 2005) und Messages (Cambridge, 2005). Diese beiden Lehrmittel realisieren verschiedene didaktische Ansätze. So liegt der Fokus bei Super Bus auf einem story-based und bei Messages auf einem kommunikativen Ansatz. Ein moderner Fremdsprachenunterricht setzt heutzutage jedoch einen handlungsorientierten Ansatz in den Vordergrund, der auch den Prinzipien des Lehrplans 21 und einem kompetenzorientierten Unterricht entspricht. Nun wurde im Sommer 2019 mit dem Lehrmittel Young World (Klett, 2018) gestartet, welches mit einem handlungs- und themenorientierten Ansatz arbeitet. Durch die Transition ergibt sich somit die einmalige Chance, verschiedene didaktische Ansätze und ihre Wirkung beim Lernprozess zu dokumentieren, indem zwei Testgruppen, beginnend in der 5. Klasse bis zum Schluss der 6. Klasse, miteinander verglichen werden.

Ziel dieses Forschungsprojekt ist es, mithilfe eines online Tools von Pearson die Auswirkungen der verschiedenen Methoden, bzw. didaktischen Ansätze in den Lehrmitteln auf die Leistungen von zwei Testgruppen von Schülerinnen und Schüler in den Kompetenzbereichen Sprechen, Hören und Lesen und Schreiben und deren Feinkompetenzen mit einer Quer- und Längsschnittstudie zu vergleichen. Finanziert wird das Projekt durch interne Forschungsmittel.

Team:

Nadine Ehrler, Dozentin für Sprachdidaktik Englisch (Projektleitung)

Illya Arnet, Dozentin für Sprachdidaktik Englisch (Projektmitarbeiterin)

Anita Sandmeier (methodische Beratung)

Ältere Projekte

Die Kunst, sich als Lehrperson selbst zu managen. Ein Selbstregulationstraining als Beitrag zur Berufslaufbahn

Die hohe Ausstiegsrate von Lehrpersonen in den ersten fünf Berufsjahren führte weltweit – auch in der Schweiz – zum Ruf nach geeigneten Weiterbildungsprogrammen. Nachhaltig wirksame Trainingsprogramme in der Weiterbildung von Lehrpersonen sind bis anhin rar und bestehende Programme stehen in der Kritik, zu stark persönlichkeitsorientiert und zu wenig handlungs- und prozessorientiert zu sein. Als eine der zentralen professionellen Handlungskompetenzen von Lehrpersonen, die sich positiv auswirkt auf den Verbleib im Beruf, die weitere Berufslaufbahn, das Wohlbefinden und die Unterrichtsqualität gilt die Selbstregulationsfähigkeit. Das Ziel des vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) geförderten Projektes ist es deshalb, diese mittels eines standardisierten Trainings (Intervention) im Rahmen einer Weiterbildung am Ende der Berufseinführungsphase zu stärken und den anschliessenden Transfer in die Praxis gezielt zu unterstützen. Dazu wurde ein Selbstmanagementtraining entwickelt. Ein zusätzliches face-to-face Coaching dient der individuellen Vertiefung. Ein Online-Coaching durch professionelle Beraterinnen und Berater unterstützt den Transfer des neu erworbenen Wissens und Könnens sowie die Umsetzung von selbst gesetzten Zielen über die Weiterbildung hinaus in die Praxis. Das Projekt leistet einen Beitrag zur Klärung der Frage, wie Lehrpersonen in ihrer Selbstregulation professionell unterstützt werden können. Durch den Vergleich verschiedener Interventionssettings wird untersucht, welche Settings zur Förderung der Selbstregulation besonders geeignet sind. Dies ist für die Gestaltung entsprechender Angebote in der Aus- und Weiterbildung über den Berufseinstieg hinaus zentral. (Kooperationsprojekt mit der PH Zürich / Co-Projektleitung: Prof. Dr. Simone Berweger (PH Schwyz, Mitantragstellerin) und Prof. Dr. Christine Bieri Buschor (PH Zürich, Hauptgesuchstellerin); Finanzierung: Schweizerischer Nationalfonds, SNF_100019_175878, Laufzeit: 01.2018 - 06.2021)
Manual «Weiterbildung in der Berufseinstiegsphase – ein Selbstmanagement- Training für Lehrpersonen»

Cross-Cultural Collaboration on Contemporary Careers (5C)

Die internationale Studie "5C" (Cross-Cultural Collaboration on Contemporary Careers; www.5C.careers) hat das Thema ‚Berufsverlauf und Karriere‘ in rund 30 Ländern weltweit erforscht. Im bisher grössten und umfassendsten Projekt dieser Art wurde untersucht, was Individuen in verschiedenen Ländern, Kulturen, Berufsgruppen und Generationen unter ‚beruflicher Laufbahn‘ und ‚Karriere‘ verstehen, welche berufsbezogenen Ziele Menschen in unterschiedlichen Berufs- und Altersgruppen haben und wie zufrieden sie mit ihrem Berufsverlauf sind. Resultate aus dem Projekt finden sich u.a. im Buch „Careers around the world“. Das IPP ist für die entsprechende Befragung und Auswertungen in der Schweiz verantwortlich. Zusätzlich zu den generellen Untersuchungen über alle Berufsgruppen hinweg sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz vertiefte professions- und länderübergreifende Analysen von Lehrpersonen durchgeführt. (Projektteam Schweiz: Prof. Dr. Martin Gubler, Debbie Mandel, Kooperationspartner: Northern Illinois University (Prof. Dr. Jon Briscoe), Boston University (Prof. Dr. Douglas T. Hall), Wirtschaftsuniversität Wien (Prof. Dr. Wolfgang Mayrhofer), Cranfield University (Prof. Dr. Michael Dickmann und Dr. Emma Parry) sowie weitere Universitäten in über zwei Dutzend Ländern weltweit).

Der Wert beruflicher Weiterbildung

Jährlich werden in der Schweiz rund 1.5 Mia. CHF in berufliche Weiterbildung investiert, doch der Nutzen dieser Investitionen ist für Organisationen derzeit nicht quantifizierbar. In einem von der Kommission für Technologie und Innovation (KTI) geförderten Projekt greift die Pädagogische Hochschule Schwyz (PHSZ) dieses Thema auf, zusammen mit der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ), vier grossen Organisationen aus dem Dienstleistungsbereich sowie einer auf Personalmanagement spezialisierten Beratungsfirma. Ziel des Projekts ist es, ein innovatives, wissenschaftlich basiertes und praxistaugliches Instrumentarium zur Messung von Lerntransfer beruflicher Weiterbildung zu entwickeln und zu validieren. Zudem wird ein neues Berechnungsmodell entwickelt, das es Organisationen ermöglicht, den Return on Education (ROE) ihrer Weiterbildungsinvestitionen zu ermitteln. Dies soll es Organisationen zukünftig erlauben, innerbetriebliche Lernprozesse als Grundlage für ihre Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit zu qualifizieren und quantifizieren.
(Projektteam PHSZ: Prof. Dr. Martin Gubler, Dr. Anita Sandmeier, Kooperationspartner: Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ), Center for Accounting & Controlling (Prof. Dr. Thomas Rautenstrauch))
Projektwebsite

Einmal Lehrer - (doch nicht) immer Lehrer?!

Anhand der Laufbahnverläufe von mehr als 1800 Primarlehrpersonen aus dem Kanton Bern (Herzog et al., 2007) untersuchen wir mittels Sequenzanalyse (Optimal Matching Analysis), welche Laufbahnmuster sich bei Lehrpersonen finden, ob sich diese Muster über verschiedene Kohorten hinweg verändern und ob sich Prädiktoren für bestimmte Karriereverläufe identifizieren lassen.
Projektteam PHSZ: Prof. Dr. Martin Gubler
Kooperationspartner: Universität Mannheim, Lehrstuhl für ABWL, Personalmanagement und Führung (Prof. Dr. Torsten Biemann)

Kontakt

Guri Skedsmo
Leiterin Institut für Professionsforschung und Personalentwicklung
Zaystrasse 42
CH-6410 Goldau

T +41 41 859 05 15
guri.skedsmo @ phsz.ch