Bewegung im Alltag: Eltern haben Vorbildwirkung
Beim Spielen im Freien und auf dem Schulweg können Kinder ihre motorischen Bedürfnisse ausleben, Bewegungssicherheit erlangen und soziale Kontakte knüpfen.
Die PH Schwyz und die PH Zürich haben untersucht, wie Kindergartenkinder in der Schweiz diese Aktivitäten praktizieren. Anhand der MOBAK-Studie1 analysierten sie Daten aus ländlichen und städtischen Regionen der Deutschschweiz, der Romandie und dem Tessin. Ebenso wurden Angaben zum Sportverhalten der Eltern erhoben.
Die Analyse zeigt, dass Kindergartenkinder sportlicher Eltern eher ihren Schulweg körperlich aktiv bewältigten und sie zudem öfter im Freien spielten als Kinder aus einem weniger sportlichen Elternhaus.
Aktiver Schulweg
Gemäss der Studie legten insgesamt 67 Prozent der Kinder den Weg zum Kindergarten zu Fuss zurück. Mit rund 90 Prozent waren Kinder aus der Deutschschweiz dabei deutlich aktiver unterwegs als Kinder aus der Romandie (57 Prozent) und dem Tessin (45 Prozent). Auch hinsichtlich des Siedlungsgebiets gibt es Unterschiede: Mehr Kinder aus städtischen Gebieten gingen im Vergleich zu ländlichen Gebieten zu Fuss zum Kindergarten.
Spiel im Freien
Etwa 86 Prozent der Kinder waren an mehr als drei Tagen pro Woche im Freien aktiv, wobei 59 Prozent von ihnen sogar an 6 bis 7 Tagen sich draussen aktiv aufhielten. Wie beim Schulweg ist auch hier ein Zusammenhang mit der Sportlichkeit der Eltern erkennbar: Im Vergleich zu weniger aktiven Eltern spielten Kinder von sportbewussten Eltern häufiger im Freien.
Die Autorinnen und Autoren der Erhebung kommen zum Schluss, dass neben vielen anderen Faktoren auch das Vorbildverhalten der Eltern relevant zu sein scheint, um bereits im Kindergartenalter gesundheitsbewusste Verhaltensweisen zu etablieren.
1 Monitoring motorischer Basiskompetenzen von 4- bis 8-jährigen Kindern in der Schweiz (MOBAK)
21. Februar 2024