05.01.2021

Gemeinsame Vision zur Volksschule der Zukunft entwickelt


«Die Zukunft, die wir wollen, muss erfunden werden, sonst bekommen wir eine, die wir nicht wollen». Mit dieser, von Joseph Beuys formulierten, Überzeugung haben sich das kantonale Volksschulamt (AVS), die Pädagogische Hochschule Schwyz (PHSZ) und die Verbände der Lehrerinnen und Lehrer (LSZ) und der Schulleiterinnen und Schulleiter (VSL SZ) zusammengetan, um ein Bild zu entwerfen, wie die Volksschule der Zukunft im Kanton Schwyz aussehen soll. Als strategische Partner wollen sie sich damit für ihre Zusammenarbeit eine langfristige Perspektive geben und sie verpflichten sich gegenseitig, zukünftige Entwicklungsarbeiten auf dieses Bild in der Ferne hin auszurichten, ohne dass daraus unmittelbare Erwartungen abgeleitet werden können.

Mehrstufiger Prozess

Ausgangspunkt der Erarbeitung einer Vision war die Analyse von aktuellen und für die Zukunft relevanten Mega-Trends. Genauer betrachtet wurden etwa die Auswirkungen der Digitalisierung, der Pluralisierung oder auch der Dynamisierung auf die Volksschule. «Es ist wichtig, dass die Weiterentwicklung der Schulen mit dem gesellschaftlichen Wandel Hand in Hand geht», ist Tanja Grimaudo, Vorsteherin des AVS, überzeugt. Im Abgleich der vielfältigen Aufgaben, die Volksschulen zu erfüllen haben, wurde klar: «Die Anforderungen an das, was Schulen leisten müssen, sind in den letzten Jahren gestiegen und werden auch künftig weiter steigen», hält Koni Schuler, Präsident des LSZ, die breit abgestützte Erkenntnis fest.

Auf der Grundlage von Vorarbeiten der PHSZ haben sich die Schulleitungen, Vertretungen der Lehrpersonen, des AVS und der PHSZ im Rahmen von Klausuren und Arbeitsgruppen-Sitzungen über die letzten zwei Jahre vertieft mit den Folgerungen für die Volksschule der Zukunft auseinandergesetzt. «Solche komplexen und wichtigen Themen gemeinsam zu denken, ist enorm wichtig. Und es belegt, welche gute und konstruktive Zusammenarbeitskultur wir im Kanton Schwyz haben», zeigt sich Pascal Staub, Präsident des VSL SZ, stolz auf den Prozess.

Vision in Form von acht Leitsätzen

Das Ergebnis liegt nun in Form von acht Leitsätzen vor, welche aufzeigen, woran sich die Volksschule der Zukunft ausrichten soll, welche Kompetenzen sie schulen soll, wer die Akteure der Schule sind und mit wem zusammengearbeitet werden soll, wie die Führung ausgestaltet und schliesslich wo und wann «Schule» stattfinden soll. «Unsere Vision bewegt sich bewusst zwischen Kontinuität und Innovation. Sie nimmt Bewährtes auf und zeigt Themenfelder, die grundsätzlich neu gedacht werden müssen», zeigt sich Silvio Herzog, Rektor der PHSZ, mit dem Ergebnis zufrieden. Man wolle damit den Diskurs anregen und eine vorwärtsgerichtete Entwicklung der Volksschulen im Kanton Schwyz anleiten. Damit ist kein konkreter Umsetzungsplan verbunden, aber im Dialog ein starkes Bild für die Zukunft entstanden, das Orientierung bietet.

5. Januar 2021






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