09.01.2019

Albanisch im Kontakt: Horizontaler Transfer und Identitätsstiftung in der Mehrsprachigkeitspraxis


Sprachenvielfalt und Mehrsprachigkeit sind zentrale Merkmale der Sprachlandschaft in der Schweiz und betreffen auch Migrantensprachen. Das internationale Projekt «Albanisch im Kontakt – Horizontaler Transfer und Identitätsstiftung in der Mehrsprachigkeitspraxis» widmet sich der gesellschaftlichen Bedeutung der Mehrsprachigkeit. Zu den Projektleitern des vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützten Projekts, das von April 2019 bis 2022 durchgeführt wird, gehört auch Prof. Dr. Naxhi Selimi der PHSZ.

Das Projekt hat zum Ziel, am Beispiel der albanischen Sprachgruppe in der Schweiz und in Deutschland zu erfassen, wie Sprechende aus drei Generationen ihre sprachliche Biographie im Alltag interpretieren, praktizieren und daraus Gruppenzugehörigkeiten ableiten. Dabei soll Aufschluss über die Rolle der Sprachen für die Identität, Integration und gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe gewonnen werden. Erarbeitet wird ein umfassendes Bild der sprachlichen Praxis der albanischen Gruppe über die Zeit und in verschiedenen Kontaktsituationen, indem Ansätze und Methoden der Herkunftssprachlinguistik und -didaktik mit solchen der Kontakt-, Sozio- und Variationslinguistik kombiniert werden. Diese Verbindung ermöglicht eine umfassende Analyse der linguistischen, soziokulturellen und gesellschaftspolitischen Relevanz herkunftssprachlicher Aspekte und verspricht einen wichtigen wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn sowie die Erarbeitung fachdidaktischer Materialien für die Lehre und die Praxis. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen zugleich als Ausgangspunkt für das Implementieren von konkreten Kontaktsituationen in Modelle von Sprachwandel, um damit Aufschluss auch über historische Wandelprozesse zu erlangen.






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