Schulleitungsstudie zu Gesundheitsförderung in Schulen und Bewältigung der Covid-19 Krise (Comparative Study of Health Promotion in Schools and Coping with the Covid-19 Crisis - HEPISCO)

Ziele

Das Projekt untersucht die Arbeitssituation und die aktuellen Belastungen von Schulleitungen, ihren Umgang mit gesundheitsbezogenen Informationen während der Pandemie und in welchem Umfang Schulen einen umfassenden Ansatz der Gesundheitsförderung betreiben.

Das Projekt ist dabei vergleichend angelegt, einerseits werden die Sprachregionen der Schweiz untersucht, andererseits wird die Situation in der Schweiz mit Malaysia verglichen. Im Zentrum steht die Frage, wie sich die Gesundheitsförderung unterscheidet in Abhängigkeit von Faktoren auf schulischer, lokaler und nationaler Ebene.

Dies erfolgt mit einem bestehenden Instrument, das für die beiden nationalen Kontexte Malaysia und Schweiz und vier Landessprachen (Malaiisch, Deutsch, Französisch, Italienisch) modifiziert und angepasst wird. Das Projekt zielt darauf ab, 1) das Instrument unter Schulleitern in der Schweiz und in Malaysia zu validieren und 2) die Gesundheitsförderungsprofile zu vergleichen und 3) und diese mit der Arbeitssituation der Schulleitungen in Verbindung zu bringen. Das Projekt ist auch Teil des internationalen Netzwerks Covid-Health Literacy. In diesem Netzwerk kooperieren Forscherinnen und Forscher in 20 Ländern mit dem Ziel Wissen zu generieren, wie man Schulleitungen besser unterstützen kann in ihrer beruflichen Funktion.

Teilnahme an der Befragung

An der Befragung können alle Personen teilnehmen, die in der Schulleitung tätig sind (Primar, Sek I, Sek II). Die Befragung wird im Juni 2021 durchgeführt über ein Online-Befragungstool. Der Link wird ab 1. Juni an dieser Stelle publiziert oder wir senden ihn Ihnen per E-Mail zu (Link anfordern).

Das Ausfüllen des Fragebogens kann auch über mobile Endgeräte erfolgen und dauert 20 Minuten. Die Anonymität und der Schutz der persönlichen Daten werden selbstverständlich im Rahmen der gesetzlich festgelegten Datenschutzbestimmungen gewährleistet, es wird kein Rückschluss auf die einzelnen Personen oder einzelnen Schulen möglich sein.

Hintergrund

Die Covid-19-Pandemie stellt Schulen und Bildungssysteme auf der ganzen Welt vor besondere Herausforderungen. Diese Krisensituation verstärkt die Notwendigkeit für Schulleitungen und Schulen eine gezielte Gesundheitsförderung zu betreiben, die nicht nur Praktiken vermittelt, die die körperliche Gesundheit fördern (z.B. Massnahmen zur Kontrolle von Covid-19), sondern auch die soziale und psychische Gesundheit fördern. Eine solche umfassende Gesundheitsförderung bezieht alle relevanten Interessensgruppen ein, neben SchülerInnen auch die Lehrpersonen und Eltern. Dieser breite Fokus ist vor dem Hintergrund der aktuellen Einschränkungen des öffentlichen Lebens und des social distancings besonders wichtig. Bislang besteht wenig Forschung dazu, in welchem Umfang Schulen einen solchen umfassenden Ansatz verfolgen.

Die aktuelle Forschung rund um die Bewältigung der Covid-19 Pandemie im Schulkontext fokussiert sich bislang stark auf Kinder und Jugendliche, es gibt wenig systematisch gewonnene Erkenntnisse zur Belastung der Schulleitungen.  Um diese Lücke zu schliessen untersucht die Studie die arbeitsbedingte Stressbelastung von Schulleitungen, ihre Arbeitsbewältigungsstrategien und ihre Gesundheit.

Team

Prof. Dr. Guri Skedsmo (Projektleitung), IPP, Pädagogische Hochschule Schwyz, Schweiz

Prof. Dr. Anita Sandmeier (Co-Projektleitung), IPP, Pädagogische Hochschule Schwyz, Schweiz

Simona Betschart (Projektmitarbeiterin), IPP, Pädagogische Hochschule Schwyz, Schweiz

Dr. Donnie Adams, Department of Educational Management, Planning and Policy, Faculty of Education, University of Malaya, Malaysia

Kooperationspartner

Prof. Olivier Perrenoud, Leiter des Kompetenzzentrums LEAD und Mitverantwortlicher für die Schulleitungsausbildung in der Romandie (Fordif)

Prof. Dr. Alberto Crescentini, Dozent und Forscher an der Scuola universitaria professionale della Svizzera italiana (SUPSI)

Prof. Dr. Kevin Dadaczinsky, Hochschule Fulda, Public Health Zentrum Fulda,

Dr. Orkan, Okan, Universität Bielefeld, Interdisziplinäres Zentrum für Gesundheitskompetenzforschung

Covid Health Literacy-Network (https://covid-hl.eu/)

Scientific Board

Prof. Dr. Haiyan Qian, Co-Director of Asia Pacific Centre for Leadership and Change (APCLC) at The Education University of Hong Kong, Republic of China

Prof. Dr. Helene Ärlestig, Director of Centre for Principal Development, Umeå University, Sweden

Prof. Dr. Ellen Goldring, Peabody College, Vanderbilt University, USA

Prof. Dr. Philip Riley, Director for the Principal Health and Wellbeing Survey, Deakin University, Australia

Prof. Dr. Stephan Huber, Institute for the Management and Economics of Education, University of Teacher Education Zug, Switzerland  

Bezugsgruppen

VSLCH Verband Schulleiterinnen und Schulleiter Schweiz: Lisa Lehner, Vertreterin VSLCH und Schulleiterin in der Volksschule Baden

Allianz Betriebliche Gesundheitsförderung in Schulen

Projektdauer

1. November 2020 bis 31. December 2021

Finanzierung

Das Projekt wird durch das Programm für bilaterale Wissenschafts- und Technologiezusammenarbeit mit Asien der ETH Zürich und die Pädagogische Hochschule Schwyz finanziert.

Kontakt

Sandmeier Anita
T +41 41 859 05 71 anita.sandmeier @ phsz.ch ausführliches Portrait,